E-Flite P-47 Thunderbolt

Meine UMX Spitfire von Parkzone als Ferienflieger wurde mir doch etwas zu schwachbrüstig. Loopings waren nur mit Anlauf zu fliegen und das kleinste bisschen Wind brachte den Motor mit dem 1S Akku ziemlich an die Grenze. Also was Neues gesucht und gefunden: Eine P-47 (die Razorback Variante) von E-Flite. Etwas grösser als die Spit, aber daher auch einen 2S Akku. Und das hat sich gelohnt!

p47

Zum Aufbau ist nicht viel zu sagen, ist ja ein BNF Modell. Das Einzige was ich von Anfang an korrigiert habe ist die Nullstellung des Höhenruders. Das zeigte im Lieferzustand nach oben. Vorsicht mit dem Finger die Schlaufe des Gestänges zusammengedrückt bis es mit dem Höhenleitwerk gerade ausgerichtet ist, löst das Problem.

Anfänglich mit den empfohlenen 70% Dualrate geflogen. Die Rollen sind damit aber zu langsam (aber wahrscheinlich scale… 😉 ) und der Rückenflug sehr schwierig. Also auf 100% gewechselt und nun ist gut. Die 30% Expo sind aber zu empfehlen.

Generell ein sehr schön und stabil fliegendes Modell mit genügend Kraft.

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Parkzone Radian

Eigentlich als Trainer für meinen Sohn gedacht (ist nur ein 3-Kanal Modell), habe ich im Rahmen des Einfliegens gemerkt, dass man damit ganz gut und entspannt Thermik Fliegen kann.

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Nicht so gut ist die Platzierung des Empfängers. War bei mir so, dass die Bodenabdeckung sich beim Verschliessen wölbte. Also den Empfänger an die Seitenwand umplatziert. Dann schliesst die Bodenklappe wieder sauber.

Was auch nicht gut ist, ist der Schwerpunkt gemäss Herstellerangabe: Bei dem genannten COG von 2.5″ (ergibt sich mit einem 2200mAh Akku zentriert auf Akku Klettband)  ist der Flieger sehr kopflastig und muss massiv mit Höhenruder für den Geradeausflug getrimmt werden. 30g Blei unter dieHeckkufe und Vorderkante des Akkus auf dem Klettband ergeben 3.5″ COG und lösen zusammen mit -20 Klicks Höhenruder Trimmen das Problem. Ich habe auch versucht noch mehr Blei ins Heck tun (sodass man kein Höhenrudertrimmen mehr braucht), aber damit wurde die Radian sehr bockig (Aufbäumen) bei der Landung, habe das dann wieder rückgängig gemacht.

Ein weiteres Problem sind die Ruderanlenkungen. Ins äusserste Loch eingehängt (gemäss Anleitung!) reissen sie aufgrund der starken Biegung nach kurzer Zeit die letzten Klammern der Bowdenzüge aus dem Styro. Muss man zumindest nachkleben (5min Epoxy), am besten auch die Bowdenzüge zwischen vorletzer und letzter Klammer. Aber ist nur Symptombekämpfung, keine Lösung.

Ich habe es schlussendlich ganz anders gemacht, die Idee kam zum Teil aus diesem Tuning Video. Die “Sockel” der letzten Bowdenzüge habe ich zusammen mit den Klammern ganz entfernt. Die vorletzten Bowdenzüge habe ich ca. 5cm in Richtung Nase verschoben. So stehen die Bowdenzüge nicht mehr unter Spannung. Damit das Heck nun nicht völlig schlabbert, habe auf jeder Seite, 2cm vom unteren Rumpfrand entfernt, je ein 0.3cmx22cm langes Carbonprofil in den Rumpf eingebracht (Schnitt mit Skalpell, dann Profile eingesteckt (also nicht einfach draufgeklebt!)). Das Einbringen zuerst trocken üben, dann eine Kante mit 5min Epoxy bestreichen, in den Spalt drücken. von oben nochmal Epoxy draufgeben und den überquellenden Rest mit einem Hölzchen wieder abkratzen. Dann nach Trockung noch etwas Moltofill Modellierspachtel drauf, verschliffen und 3 mal mit Parkettlack gefestigt. Braucht so nicht mal eine weitere Lackierung.

Nun bin ich wieder halbwegs zufrieden mit dem Teil. Aber ehrlich, ein dermassen falscher Schwerpunkt und die schlampige Ruderanlenkung zusammen mit dem schlabbrigen Heck: Das dürfte nicht sein!

Parkzone Mini Vapor

“Geht es noch kleiner?” fragte ich mich, als ich mich so langsam an meine Night Vapor gewöhnt hatte. Es geht! Aus purem Zufall habe ich die Mini Vapor entdeckt und noch eine in einem Internet Shop gefunden. Knapp 9g incl. Akku (also die Hälfte der Night Vapor) und etwas mehr als die Hälfte der Spannweite.

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Gekauft und auf der “Startbahn” (Couchtisch) sieht das Teil dann so aus:

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Ist in einem kleinen Wohnzimmer aber definitiv kein Anfängerflieger, auch wenn er erstaunlich viel bei Crashes und Abstürzen (gegen die Coach, am Vorhang entlang etc.) aushält. Für mich aber eine coole Möglichkeit für etwas mehr Stick Time und schon spannend wenn man zwischen den Esstischlampendrähten durchfliegt…

Indoor Flying School

Die Night Vapor hat mich so fasziniert, dass ich an einem Firmenanlass einen grossen Konferenzsaal reserviert habe,  um den Kollegen die Fasziantion des (Indoor-)Modellfliegens im Rahmen einer sogenannten Night School (22:00-23:30) beizubringen. So sah der Saal aus, natürlich hatten wir den ohne Stühle… 🙂

Als Vorbereitung habe ich eine Präsentation erstellt, damit die Leute nicht bei Null anfangen müssen. Sie erklärt das Fliegen, dass Modellfliegen, den genutzten Flieger (Parkzone Night Vapor) sowie die Trainingsumgebung mit den Übungen. Die Präsentation ist in Englisch, da einige Kollegen nur Englisch sprechen. Vielleicht kann jemand sie auch gebrauchen, daher hier der Link (da hat es auch ein paar Fotos vom Event). Wäre aber dankbar, wenn man die Verwendung mir mitteilt und Changes/Verbesserungen ebenso.

Bei der Durchführung habe ich gemerkt, dass die Präso gut ist als Vorbereitung, aber viel zu lang für einen Fliegerabend. Viel besser ist es, die Leute sich vorbereiten zu lassen und dann parallel zum ‘echten’ Fliegen einen Simulator bereit zu stellen, der mit einem geeigneten Flieger bestückt ist. Phoenix RC mit dem Parkzone Radian (auch ein 3 Kanal-Modell) hat sich gut bewährt. und da es ein Konferenzsaal mit Deckenbeamer und grosser Leinwand war, war es auch sehr realisitisch bzw. man kam gut aneinander vorbei.

Mit zwei Leuten (einer als Fluglehrer mit der Night Vapor/Spektrum DX9/wireless connected DX6i und einer am Simulator) konnten wir so gut 15 Interessierte beschäftigen ohne dass es langweilig wurde. Jeder kam während der 1.5h zu ein bis drei Flügen zu 4 Minuten in Lehrer-Schüler Kombination und einigen Simulatorrunden (da hat der Instruktor nur erklärt, aber hat natürlich nicht im Notfall übernommen). Ach ja, die Wireless Verbindung zur DX9 ist einfach nur scharf: Kein Stolperdraht, kein Trimmen der Schülerfunke und selektives Freigeben der Channels (z.B. nur Seitenruder)!

Parkzone Night Vapor

Liebe auf den ersten Flug, das beschreibt die Parkzone Night Vapor am besten. Unglaubliche 18g schwer (incl. Akku!) und sogar mit Beleuchtung. Zuerst ein paar Bilder:

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Zum Zusammenbau gibt es nichts zu sagen, da ist nix zusammen zu bauen. Den Akku laden, DMX-fähigen Sender im Bindemodus einschalten, Akku einstecken (schwarzes Kopfteil des Akkus bündig zum Akkufach), fertig.

Beim Start vom Boden Höhenruder ziehen, Vollgas und hoch gehts. Zieht am Anfang etwas nach rechts, leicht korrigierbar. Dann das Ziehen wegtrimmen, fertig. Jetzt kann man üben wie die Kreise immer enger, die Turns immer steiler usw. werden. Das Ziel ist dieses Können… Oder dieses

Landung einleiten ohne Gas, am Schluss etwas Schleppgas und vor dem Aufsetzen Gas ganz weg. Am besten im Gras landen am Anfang…

Das Fliegerchen ist robuster als man meint, einen Flug gegen den Balkon und einen in ein Gebüsch (ohne Blätter…) hat es ohne Schaden überstanden. Erstaunlich. Die Folie ist dermassen dünn…

Der Nachtflug im Garten problemlos (Dreieck mit den kurzen Schenkeln 11m und 7m), trotz 2m Hecken an den Rändern. Akku Zeit ca. 7min.

Macht einfach Spass!

Staufenbiel Red Cougar

So ein kleiner Flieger für die Ferien mit dem man “rumheizen” und segeln kann, das war das Ziel. Und der Hotliner Red Cougar von Staufenbiel kam mir gerade recht:

red-cougar

Das Auspacken der Verpackung war eine Freude. Alle Teile sauber und sicher geschützt sowie im (erstaunlich) kleinen Karton gut fixiert. Auf den ersten Blick sauber verarbeitet, keine Nähte am Rumpf (vgl. Staufenbiel Mantis 😦 ), was will man mehr. Die gut bebilderte Anleitung ist für die ARF Version gemacht (und nutzt Fotos der “alten” Cougar), aber das sollte kein Problem werden dachte ich mir.

Was hat mir dann aber nicht so gefallen hat:

  • Die Gestänge von Seiten- und Höhenruder war so korrodiert, dass sie sich in den Bowdenzugröhrchen nicht mehr bewegten. Staufenbiel hat mir hier aber einen Ersatzrumpf gewährt
  • Das Horn für das Höhenruder würde, wenn man es wie beschrieben (nach hinten gerichtet) einbaut, dem Servo viel Kraft abverlangen. Option ein ist das Horn wie in der FMT 9/21016 beschrieben durch ein Bowdenzugröhrchen zu ersetzen, Option zwei es um 180 Grad verdreht einzubauen (nach vorne gerichtet) und etwa 3mm versetzt zur Mitte, damit es Platz für das abgeknickte Gestänge hat (siehe Foto, Seitenversatz ausmessen!). Habe mich für die zweite Variante entschieden. Das Rudergestänge nach Zentrieren des Servos 6mm nach Austritt aus dem Seitenleitwerk abknicken und dann ablängen.
  • Die Ruderausschläge von 15mm des Seitenruders gingen bei mir nur mit dem innersten Loch des Ruderhorns. Also doch das äusserste Loch genommen, die so erreichten 10mm genügen auch. Das Foto in der Anleitung zeigt übrigends ein anderes Horn als das effektiv Beiliegende.
  • Die Löcher für die Hörner an den Querrudern vorsichtig mit maximal 3mm Tiefe bohren und die Stifte der Ruderhörner entsprechen kürzen, sonst bohrt man durch das Querruder durch…
  • Die im Rumpf eingelassenen Gewinde für die Befestigung der Tragflächen waren zu weit auseinander (ergab einen hässlichen Spalt zwischen den Flächen) und als Paar nicht ganz mittig. Ersteres gelöst über seitliches Ausfräsen der Hülsenlöcher in den Flügeln (ca. 1.5mm), versetztes Einkleben der Aluhülsen, danach auffüllen mit 24h Epoxidkleber. Das Problem Nicht-Mittigkeit musste halt bleiben.
  • Mit einem 175g Akku (2200mAh) musste ich noch 15g Blei in die Spitze kleben um einen Schwerpunkt von 55mm ab Flügelkante zu bekommen.

Generell: Wo 1mm Bohrer steht 0.8mm verwenden, wo 2mm steht 1.8mm. Genügt.

Bericht vom Erstflug 😦

Ideales Flugwetter war das, warm, aber nicht heiss. Und erst noch in den Ferien. Das Gelände genügend gross für Start und Landung und die Hochspannungsmasten genügend weit entfernt. Also Akku rein, Funktionscheck, alles gut, Vollgas, hoch. Kippt etwas nach rechts (obwohl der Akku leicht links der Mitte liegt), also auf meiner Spektrum DX9 26 Klicks (52 Einheiten) nach links getrimmt. Das wars. Höhe nicht getrimmt, hat gepasst. Ein paar Runden geflogen, deutlich einfacher als z.B. meine Me-163 Komet (die ist noch schneller und kleiner).

Dann übermütig geworden: Looping sollte es werden. Vollgas, ging sauber hoch, am Scheitelpunkt Gas weg, runter gehts, Höhe ziehen und: Nichts! Dreht sich um die Längsachse. Loslassen, nochmals Höhe ziehen, gleicher Effekt. Und dann war da schon der Boden. Auch wenn es eine feuchte Wiese war, eine Tragfläche hat es aus der Verankerung gerissen und das Carbonrohr war gebrochen. Leider kein Ersatzflügel erhältlich… 😦

Erklären kann ich es mir nicht aber so ist nun mal das Modellfliegerleben (Im Testbericht der FMT 9/2016 steht zwar was von Abkippen bei Strömungsabriss über einen Flügel, aber am Ende eines Loopings!?!?).

Zum Glück war das Carbonrohr ein Rohr und keine Stange. Daher im Bastelgeschäft (http://www.scamora.ch) eine satt passende Stange gekauft, leicht abgeschliffen, mit Uhu Endfest Epoxidkleber bestrichen und eingeklebt. Den abgerissenen Flügel wieder angeklebt, vorher die abgelöste Folie entfernt. mit Tamiya Spachtel die Kanten geglättet und oben und unten schwarz lackiert. Sieht nun aus wie wenn das Absicht wäre…

Nun harren wir auf den Zweitflug… 😉

Staufenbiel Mantis

So, heute ist sie angekommen, die Mantis von Staufenbiel. Mein erster Segler überhaupt, gleich mit GFK Rumpf und holzbeplankten und Folie bespannten Styrotragflächen.

mantis

Der erste Eindruck (rein optisch) war etwas enttäuschend. An einer Tragfläche war wohl das Bügeleisen etwas lange auf der Folie drauf gewesen und die Naht in der Mitte des Rumpfes sieht man schon arg deutlich. Mal schauen, ob ich da mit der Airbrush zumindest im weissen Teil was machen kann. Ganz fein und vorsichtig…

Ansonsten halt schon ein schönes Gefühl, die Teile eines 2900mm Seglers in den Händen zu halten. Nun warte ich noch auf Regler und Programmiergerät, dann geht es los (Als Mitglied der Schaumwaffelfraktion hatte ich die Bezeichnung PNP als ‘mit Regler’ falsch interpretiert…)

Wer jetzt schon mal das Flugvideo sehen will: Das hier war mein Kaufgrund.

Mehr bald in diesem Theater…