Dream-Flight Alula Trek

So wandelt man sich. Am Anfang meiner Fliegerkarriere gab es für mich nur Warbirds, dann “zumindest einen Motor muss der Flieger haben” und nun das: Nicht mal einen Motor. Aber das Versprechen “Go anywhere” war halt schon verlockend und an einem Hang, einer Sanddüne oder bei Thermik fräsen fand ich interessant.

alula-TREK Go anywhere RC glider

Also den Alula Trek mit dem Akku/Servo-Set bei Leomotion für 125.- CHF plus 75.- CHF gekauft. Gibt es auch bei Scamora und anderen Shops. Als Empfänger habe ich den Spektrum AR410 verwendet, da mein favorisierter R410X seit Monaten bei Hobbyking nicht mehr lieferbar ist…

Das erste Problem war, dass das Battery Pack 1-2mm zu hoch war. Also den Innenteil des Rumpfes, dort wo die Battery zu liegen kommt, mit einem kleinen selbstgebauten Schleifklotz etwas abgetragen.

Das nächste Problem, war (wieder?) der 300mAh/4.8V NiMH Akku. Zum Glück können alle meine Ladegeräte NiMH laden, auch ein passendes Kabel habe ich nocht gefunden, aber es dauerte, bis ich wusste, was ich vom Akku in geladenem Zustand erwarten darf (fast 6V, da vier 1.2V Zellen, die bis zu 1.5V geladen liefern) und mit wieviel Strom ich laden darf (man findet da 0.1C/30mA (geht bei meinen Ladegeräten für so kleine Akkus nicht) bis expizit 100mA bis 250mA für diesen Akku.

Zu Expo und Ruderauschlägen, Schwerpunkt und Erstflug demnächst mehr.

Kabelfrei üben

Die meisten “grossen” Flugsimulatoren haben ja ein USB Dongle, welches Kopierschutz und Anschluss des Senders vereint. Nun, zum einen ist der Kabelsalat nicht so toll, zum anderen haben einige neue Sender wie der Spektrum DX6e keine Kabelbuchse mehr.

DSMX / DSM2 Protokoll USB-Dongle

Es gibt aber Abhilfe in Form von USB Dongles, die einen Empfänger simulieren oder eine Buchse für einen Empfänger bereitstellen, einige können sogar den Kopierschutz-Dongle aufnehmen. Der Dongle von Hobbyking ist ein einfacher Vertreter dieser Gattung (Spektrum DSM2/DSMX kompatibel und kein Anschluss für einen Kopierschutz-Dongle) , funktioniert z.B. aber mit dem Heli-X prima, da der Kopierschutz dort über einen SW-Key geht und nicht ein USB Dongle.

Leider ist der Dongle aktuell im Backorder, Hobbyking redet von Juni 2019, hoffen wir, dass es schneller geht.

Eine Alternative, die ich aber nicht getestet habe, wäre der (fast viermal teurere) Dongle SPMWS1000 von Spektrum:

E-flite UMX MiG-15

Ich hatte sie schon mal (damals ganz in rot), war aber recht glücklos und unerfahren mit Jets, Handstart, AS3X usw.  und daher war der Erstflug auch der Einzigflug. Zum Glück hat Horizon E-flite das Ding wieder aufgelegt.

  • Nicht nur mit AS3X sondern auch mit SAFE Select. SAFE Select hat ja zwei Funktionen: Übersteuern verhindern (IMHO Blödsinn, damit lernt man falsch fliegen) und (ohne Steuereingabe) die Flieger in Normalfluglage bringen (Ich nenne das den Panikswitch). Letzteres ist wirklich hilfreich.
  • Ich kann mich nicht mehr an die alte MiG erinnern, aber die aktuelle hat ein gesteuertes Bugrad.
  • Auf der Negativseite: Weder Lipo-Lader (mir egal) noch Lipo (mir nicht egal) sind included. Also separat kaufen.

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Wichtiges und Tipps:

  • Das Material ist nicht EPO oder EPP sondern Styro. Zumindest der Rumpf. D.h. der normale CA Sekundenkleber frisst/schmilzt das Material. Zu spät beim Kleben der hinteren Rumpfhälften am Auslass und beim Einkleben der MGs bemerkt… Moltofill Feinspachtel, Farbe und Parkettlack drüber repariert gut.
  • Die Farben: Mr. Hobby H86 (Red Madder) und Tamiya X-11 (Chrome) passen gut,das rot vielleicht ein Hauch zu dunkel, mit einem Hauch (nur ein Hauch) weiss abtönen wenn es stört
  • Bei mir war SAFE Select nicht aktiviert (lag also nicht auf Schalter A). Also aktivieren wie im Handbuch beschrieben. Wichtig, dabei die Hinweise “Throttle Cut am Sender deaktivieren” und “Servo Travel auf 100%” nicht ignorieren, sonst geht es nicht (richtig)…
  • Die Kiste hat mehr Power als die ursprüngliche Version, aber ist trotzdem nicht übermotorisiert. Start dauert schon ein paar Meter (ist aber gut steuerbar!), einmal in der Luft sollte man auch nicht direkt senkrecht hoch. Bei einem Landeabbruch ruhig etwas Zeit geben, um Fahrt aufzunehmen. Aber das ist ok und realistischer als was man sonst von Luftschraublern her kennt…

EPP Flugmodelle Wing 60

Eigentlich wollte ich einen robusten Flieger für den China-Urlaub erstehen, der zudem wenig Platz im Koffer braucht. Das mit dem wenig Platz habe ich nur halb geschafft, robust ist der bei EPP Flugmodelle (zum Zeitpunkt des Artikels leider nicht mehr) erhältliche Wing 60 aber sicher. Fünf praktisch senkrechte Abstürze hat das Teil mit nur oberflächlichen Lackschäden überstanden. Inzwischen fliegt er auch sehr gut und stabil, aber alles von Anfang an.

Das Design war wie man es für ein günstiges Chinamodell erwarten konnte. Ein bisschen gelb, rot und schwarz, für mich gar nicht attraktiv. Also beschloss ich, ein der Horten 229 bzw. dem Flieger aus “Indiana Jones – Raiders of the lost ark” angelehntes Design zu versuchen. Das kam dabei raus:

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Zuerst hatte ich den ganzen Flieger zweimal mit weisser Grundierfarbe von Ruco (siehe Airbrushing im Allgemein und Farben im Speziellen) gespritzt (besser: Gespritzt und dann mit dem Pinsel eingearbeitet). Heute, nach den Erfahrungen mit Reparaturen nach Abstürzen, denke ich, dass man auf die Grundierung verzichten kann, die Gunze/Mr. Hobby Farben sind super deckend selbst auf dem schwarzen EPP. Also wie gesagt mit den Gunze/Mr. Hobby Farben H418 (RLM 78 Light Blue), H64 (RLM 71 Dark Green) und H65 (RLM 70 Black Green) die eigentliche Bemalung. Zuerst versucht mit Spritzen, aber die unebene Oberfläche meistert man mit Pinsel und Abdeckband besser. Die Markierungen habe ich von 1001 Model Kits, enstammen einem 1:48 Set für He-111. Die Bemalung sieht IMHO recht gut aus, aber vorsichtig, man verliert damit (und mit der generellen Geometrie des Fliegers) schnell die Übersicht über die FLuglage.

Das Antriebsset von EPP Flugmodelle war für mich eine Enttäuschung. Die Servos zu gross für die Aussparungen (man hätte schneiden müssen), der Propeller zu klein/leistungsschwach und die Kombination ESC/Motor hat nicht richtig funktioniert (Motor lief meistens nicht an) oder war defekt. Zuletzt war der mitglieferte Akku zu dick für den Schlitz im Rumpf. Also bei Scamora folgendes gekauft:

  • Motor 2000kV Pichler Nano 15G 2s mit Motorhalterung  und Propsaver passend dazu
  • ESC EP AER 11A/BEC 2A für 2-3S Lipos
  • GWS 7×35 Propeller
  • 2 mal MASTER Servo S706MG
  • 900mAh 2S, 55g von nVision
  • Empfänger AR6335 von Spektrum

Die Akkus passen perfekt. Man muss sie aber in dem dafür vorgesehenen Schlitz ganz nach vorne Richtung Nase schieben, sodass das im dritten Bild sichtbare Loch voll damit ausgefüllt wird. Denn: Der Wing60 ist sehr sensibel auf Hecklastigkeit und wird schnell schwer bis nicht steuerbar.

Den Empfänger habe ich mit der Spektrum Software programmiert, 1:1 mit den Einstellungen wie bei der Hacker Me-163 Ausser bei stärkerem Wind braucht es die Stabi Modi aber nicht.

Habe einiges an Höhenruder getrimmt, aber das kenne ich ja von der Hacker Komet.

Die Wing schwebt schön im Endanflug ein (dickes Profil der Flügel), allzu viel sollte man aber von den Ruderausschlägen in dieser Flugphase nicht erwarten (Ohne laufenden Prop streicht zuwenig Luft über die Steuerflächen), zudem neigt der Wing beim Kurven bei tiefen Geschwindigkeiten zum Abschmieren über einen Flügel. Daher: Schmiert die Kiste ab, muss man beherzt aber nicht ruckartig Gas geben, damit die Ruder wieder greifen. Daher klar, dass Abschmieren in Bodennähe meist im Senkrechten endet (aber wie gesagt, das Modell ist mega robust). Beim Durchstarten auch nicht den Gasknüppel einfach nach vorne knallen, das bringt ihn aus der Flugbahn.

CA Kleber sauber im Griff

Ich habe immer geflucht ob den CA Kleber Fläschchen die erstens immer zuviel Kleber rauslassen und zweitens immer verstopfen.

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Die Lösung ist einfach: Kanülen aus dem Health Bereich draufstöpseln, für den mittelflüssigen CA Kleber 0.7mm Innendurchmesser, für den dünnflüssigen 0.45mm. Deren Deckel kann man dann auch gleich weiter verwenden und braucht so den originalen Deckel nicht mehr. Beides bekommt man bei RC Kleinkram (liefert auch in die Schweiz).

Natürlich verstopfen die Kanülen genauso wie die Plastikkanülen von den Kleberherstellern. Aaaaaber: Die Metallkanülen kann man mit einem Feuerzeug abflämmen, der vertrocknete CA Kleber schmilzt und verbrennt dabei (wusste ich lange nicht, daher danke an meinen Kollegen Markus). Man braucht die Kanüle dazu nicht abzunehmen, ich mach es immer nach einem Arbeitsgang, vor dem Wieder-Aufsetzen des Deckels).

RC Factory Lil Fokker

Es ist Indoor Saison, ganz klar. Sieht man an meinen Bauprojekten. Nachdem die blau-weisse Fokker Dr.1 schon seit einer Saison im Schrank auf den Bau wartete habe ich … die Lil Fokker in rot gekauft. Logisch sein muss man ja nicht.

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Auch bei der Lil Fokker gibt es wie beim Crack Wing neben der originalen Anleitung eine von Twisted Hobbys. Im Gegensatz zur Crack Wing ist diese Anleitung aber nicht zwingend notwendig, gibt aber einige wertvolle Alternativen zum Bauvorgang,

Bei der Lil Fokker habe ich wieder ab und zu zum CA Kleber gegriffen, jedoch ohne Aktivator. Dinge wie Flügel an Rumpfteil und Rumpfteil auf Rumpfteil habe ich aber nach wie vor mit Belli-Zell geklebt.

Tipp: Mir sind die Stege zwischen den Flügeln einmal zusammengeknickt, weil ich die Flügel zu sehr beschwert hatte. Habe dann mal links und rechts eines Steges Kartonplättchen in der ungefähren Grösse der Stege mit zwei Wäscheklammern fixiert und so die Stege versucht “gerade zu rücken”. Ich war dann mega erstaunt, dass nach 1/2 Tag die Stege tatsächlich wieder gerade waren.

Mindestens eine Schwäche hat das Teil: Die Plastikteile, die die Fahrwerksbeine aufnehmen sollen:

Zum einen wird es kaum reichen, auf beiden Seiten die Carbonstäbe so weit wie gezeigt reinzustecken. Zum anderen drücken bei einer nur minimal härteren Landung je zwei Stäbe diese dünnen Plastikteile nach aussen. Bruch ist fast sicher und daher bei mir passiert. Lösung: Zwei Plastikplättchen (ich hatte noch was von der Cartoon Mustang) mit reichlich Epoxid Kleber aufgebracht, trocknen lassen und ca. 45 Grad mit 1.4mm Bohrer angebohrt (die Stangen sind 1.1mm, so hat man etwas Spiel beim Reinstecken). Danach mittelflüssiger CA Kleber in die Löcher und die Stäbe eingesteckt. Epoxid geht vermutlich auch, aber zum einen traute ich dessen Kriechfähigkeit nicht so ganz und zudem sollen die Stäbe im Fall der Fälle lieber ausbrechen als mit irgendwas abbrechen.

Schwerpunkt: Akku (bei mir Lemon, 350mAh, 2S) oben ist wegen der Verschiebbarkeit sicher gut. Die 33mm stimmen IMHO nicht, der Flieger ist damit ordentlich kopflastig. Wenn die Vorderkante des Akkus bei den Enden der Fahrerwerksbeine zu liegen kommt, ist es gut.

Den Motorsturz musste ich mit einer 0.4mm Unterlegscheibe unter der unteren Schraube korrigieren, sonst zieht der Motor die Machine nach unten.

Ruderauschläge und Expo: 70% Ruderweg und 40% Expo bei dem von Pichler vertriebenen Zubehörset. Sonst zuckt das Ding rum wie wahnsinnig.

RC Factory Crack Wing

Just for fun war mein Hintergedanke, als ich mir den roten Crack Wing als Combo Paket bei Pichler gekauft habe. Empfänger ein R415X von Orange/Hobbyking, den es aktuell scheinbar nur noch bei Elektromodelle gibt. Aber rot ist nicht alles, nachfolgend die Farbvarianten.

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Beim Kleber bin ich dann ganz schnell vom CA Kleber mit Aktivator als Standardmethode weggekommen. Denn: Der Aktivator hat die Farbe angegriffen, welche sich dann bei Berührung sehr unschön gelöst hat. Daher einen neuen Wing gekauft (nur der Flieger ist ja günstig und man ist schon ein bisschen ein Ästhet…), gelb, und der Wechsel auf Belli-Zell, ein PU-Klebstoff der (mit Hilfe der Luftfeuchtigkeit) auf das 3-4-fache seines initialen Volumens anschwillt (also sehr sparsam anwenden und auf der Klebefläche mit einem Hölzchen dünn verstreichen). Topfzeit ist ca. 10min, leicht fixieren mit Krepband.

Neben der bei Crack downloadbaren Anleitung gibt es hier eine von Twisted Hobbys. Mega super! Von dort habe ich auch die Expo/Dualrate Einstellungen (bei mir 75% und 75%) für 3D/Acro. Bei einem Servo musste ich noch den Weg in beide Richtung im Servo Setup auf 90% beschränken, da es weiter drehte als das andere (!?!?) Hab dann noch die Flugmodi auf den Schalter A gelegt und die sogenannte Sporteinstellung für Expo/Dualrate von 20%/50% als Option auf die Schalterposition 0 gelegt. Fliegt so etwas zahmer.

Sendkrechter Start geht prima, beherzt Gas geben und dann in die Waagerechte. Fliegt wie auf Schienen aber deutlich schneller als z.B. eine Clik. Puls entsprechend hoch in der Halle, aber geiles Gefühl… Landung unbedingt mit ausgeschaltetem Motor (sonst zerfetzt die Luftschraube das EPP), auch “erzwungene” Landungen so machen, etwas Runterstechen und Abfangen, fertig. Ist aber kein Segler… 😉

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Draussen sind 3min das Maximum an Flugzeit, man gibt da einfach mehr Gas. In der Halle gehen auch 5min.