E-flite Pawnee Brave

Fand ich irgendwie cool, als ich den ersten Testbericht der Pawnee gesehen habe: Ein Flugzeug als fliegende Lampe😉 Zudem hat sie ein extrem festes Fahrgestell und recht grosse Reifen, also rasentauglich und geeignet, um meine SchwĂ€chen beim Landanflug (zu langsam und dann plumps…) wegzutrainieren.

So sieht sie aus:

Zum Zusammenbauen ist nicht soviel zu sagen.

  • Ich habe die beiden Zusatzservos fĂŒr die Landeklappen gleich mitbestellt.
    • Das Entfernen der Haltestege fĂŒr die Landeklappen geht mit einem scharfen Bastelmesser oder Skalpell sehr gut. Einfach bei dem Bereich, der bei den Scharnieren liegt, ist es etwas frickelig und man beschĂ€digt leicht das Scharnier. Von unten etwas Beli Zell draufgetropft (bleibt elastisch) behebt den Ausrutscher…
    • Das Y-Kabel fĂŒr die Klappen darf man nicht zu bestellen vergessen und auch nicht die VerlĂ€ngerung fĂŒr einen der Servos (10cm genĂŒgen): Durch die gleiche Ausrichtung in beiden TragflĂ€chen braucht ein Servo mehr Kabel, es endet ohne VerlĂ€ngerung in der TragflĂ€che
    • Die Landeklappen bei Kanal 6 am EmpfĂ€nger eingesteckt, Kanal 6 am Sender auf Switch B gelegt und den Kanal noch reversed.
  • Das in meiner Anleitung beschriebene Y-Kabel fĂŒr die Innenbeleuchtung braucht es nicht. Vorteil. Die beiden Kabel gehen direkt in eine Steckerplatine, wo schon die Kabel der Rumpfbeleuchtung drin sind. Extrem schwer zugĂ€nglich, Nachteil!! Montage bei mir nur mit einer kleinen Zange möglich, da Finger zu dick…
  • Bei der Propeller-/Spinnermontage sehr genau vorgehen und die Welle wirklich soweit wie möglich nach hinten auf den Motor schieben (die Klemmschraube daher nicht von Anfang an nach hinten drĂŒcken).Die andere Schraube am Propeller gut anziehen und den ersten Probelauf das Motors so ansetzen, dass der wegfliegende Propeller (war bei mir so…) nichts beschĂ€digen kann.
  • Beim Seitenruder musste ich einen P2 Kreuzschlitz verwenden (den grossen also), sonst hĂ€tte ich es nicht ohne Spalt auf den Rumpf bekommen.
  • Die schwarze Farbe beim Akkufach und auf den TragflĂ€chen blĂ€ttert leicht ab. Nach Nachpinseln kamen zwei Schichten Parkett-/Treppenlack drĂŒber, nun hĂ€lt es.

Trimmung: Die Klappen haben eine sehr grossen Effekt. Schon bei halben Klappen zieht die Pawnee nach oben. Also Tiefenruder beimischen. Geht bei meiner DX9 so:

  • In die “Function List” gehen, dort das “System Setup” auswĂ€hlen
  • Beim Trim Setup den “Elevator” auf “F Mode” stellen
  • Eine Stufe zurĂŒck und in den “F Mode Setup”. Dort “2/3 Flight Modes” auswĂ€hlen und im nĂ€chsten Schritt den “Switch 1” auf “Switch B” (in meinem Fall) legen

Danach kann man in jeder Schalterstellung und mit der dazu richtigen Geschwindigkeit (keine Klappen – Normalflug + 3/4 Gas, halbe Klappen – Start + Vollgas und ganze Klappen – Landung + 1/2 Gas)  die Trimmung des Höhenruders einstellen (bei mir bei beiden Klappenstellungen +80 Klicks Tiefenruder, in Normalstellung +20 Klicks Tiefenruder, aber das hĂ€ngt natĂŒrlich völlig von der mechanischen Grundeinstellung ab).

Erstflug war ok. Sie zieht beim Start nach links wie erwartet aber mit beherztem Seitenrudereinsatz und halben Klappen kommt man schnell und halbwegs gerade vom Boden weg. Landanflug problemlos mit voll gesetzten Klappen, es muss aber mehr als das 1/4 Gas aus der Anleitung sein (s.o.).

Webcam wird zur Wetterstation

Wie schon in Low Cost Webcam fĂŒr den Modellflugplatz beschrieben, habe ich ein altes Handy mit dem GehĂ€use eines Aussenstrahlers in eine Webcam fĂŒr unseren Flugplatz umgebaut. Nach einem Jahr Betrieb war nun der nĂ€chste Schritt angesagt. Handy bedeutet ja Option fĂŒr einen Hotspot und damit kann man tolle Dinge tun. Z.B. eine Netatmo Wetterstation anschliessen. Das habe ich gemacht und der Station direkt noch ein Wind- und ein Regenmodul spendiert.

Wer die Netatmo Station kennt, weiss dass ein cooles Feature die Mobile Apps fĂŒr iOS und Android sowie die wirklich ansprechende Reporting Website sind. Zu dieser Website lĂ€dt die Basisstation auch immer die Wetterdaten hoch, die sie selber misst oder von den Aussenmodulen bekommt. Es gibt eine recht grosse Community fĂŒr die Netatmo Produkte,

[Ab hier in Englisch, weil Repost von einem internen Board. Wird ASAP ĂŒbersetzt…]

As you may remember the cool thing with the Netatmo weather station are the iOS and Android apps plus the really nice reporting website to which your weather data is automatically uploaded. There is quite a community for the Netatmo products, an API for programmers and a public weather map where you nowadays easily can find the weather data of a nearby weather station.

My intention was to install the bundle on our flying field in order to know whether I should pack the glider or the racer into the trunk😉. I did not find an easy way to integrate the nice charts from http://my.netatmo.com into our website so I decided to do it myself. Since my developer days are over for some time, I had to use something UNIX shell based to get the weather data and create the charts. My Ubuntu Linux based home server already serves to create the webcam-based videos so I decided it should be used for that task. I was lucky to find two really cool bash scripts using curl to query base information about one’s devices and download the weather data. I modified them, especially for postprocessing (=grouping) the rain data, so I attach them to this post (todo).

But how to create the charts? I vaguely remembered having heard about a tool call gnuplot and started reading about it. Jeeeze, what a wonderful new world😉. You can create almost any chart using a command line language! Ok, I doubt that I will impress any PowerPoint or Excel lover, but for the rest. have a look at it. It is amazing how much you can produce with so little (meaning: the tool thinks a lot for you). The following gnuplot script e.g. creates a chart out of the temperature and humidity data.

reset
set datafile separator ';'
set timestamp "Erstellt am %Y-%m-%d um %H:%M:%S" font ',7'

set terminal pngcairo font ',10' size 640,480
set output 'temperature_humidity_mgu.png'
set style line 1 linetype rgb "orange" linewidth 2 pointtype 7 pointsize 0.3
set style line 2 linetype rgb "brown" linewidth 2 pointtype 7 pointsize 0.3

set title "Temperatur & Luftfeuchtigkeit" font ',14'

set ylabel "Prozent"
set y2label "Grad Celcius"
set ytics nomirror
set y2tics

set timefmt "%Y/%m/%d %H:%M:%S"
set format x "%d.%m.\n%H:%M"
set xdata time
set xtic font ',8'
set xlabel "Uhrzeit" offset 0,-1
set grid

plot "< awk '(NR>4){print;}' temperature_humidity_mgu.csv" using 2:3 title "Temperatur" with filledcurves x1 linestyle 1 axes x1y2, \
     "< awk '(NR>4){print;}' temperature_humidity_mgu.csv" using 2:4 title "Luftfeuchtigkeit" with lines linestyle 2 axes x1y1

temperature_humidity_mgu

For the time being, the weather data is downloaded and transformed into charts every 5min, batch based, I attached the other gnuplot scripts for reference (todo). However, I think I did not even scratch the surface of the potential of gnuplot😉

Cheers and have fun (I had it)

P.S.
All the development of my solution was done on a Windows PC using cygwin and the mentioned programs. So no UNIX server really needed…

Cartoon Mustang von Pichler – oder: Hallenflieger-Bauen 101 fĂŒr Dummies

Die Hallenfliegersaison geht zu Ende und da ich ja immer etwas spĂ€t bin, wird mein erster echter 3D Hallenflieger wohl erst auf den letzten Hallenflug-Termin unseres Vereins fertig (Meine Nieuport von Flyzone ist zwar knapp hallentauglich aber sicher nicht 3D). Aber was solls, bei wenig/keinem Wind, kann man Hallenflieger ja auch draussen benutzen…

P1010608

Angetan hat es mir die Cartoon Mustang von Pichler, u.a. auch weil praktische alle meine Vereinskollegen eine Click 4 NG von RC Factory fliegen und ich was anderes wollte (wobei, ist schon scharf was mit der Click auf kleinstem Raum machen kann…). Passend war, dass ich einen Testbericht bei RC-Modellscout gelesen habe und in der Ausgabe 4/2016 von MFI Modellflug ein ebenfalls positiver Testbericht erschienen war. Also los und das Combo-Set mit Motor usw. gekauft. Als EmpfĂ€nger zu meiner Spektrum DX9 habe ich einen OrangeRx Spektrum DSMX mit 2.7g bei elektromodelle.ch erstanden.

Soweit so gut. Anleitung sollte laut RC Modellscout so beschaffen sein, ‘dass der Aufbau auch von einem weniger geĂŒbten Modellbauer zu bewerkstelligen ist’. Well. zumindest jemand, der das zum ersten Mal macht, sei gewarnt: Die 2h schafft man never ever. Ich habe ĂŒber mehrere Tage/Abend verteilt sicher gut 6h gebraucht. Denn vom Material ĂŒber die Kleber (CA Sekundenkleber mit Aktivator) bis zur Terminlogie und Symbolik der Anleitung war fĂŒr mich wirklich alles neu. Daher hier meine Add-On Tipps zur Anleitung.

  1. Anleitung in Ruhe bis zum Ende lesen. Am besten zweimal. Inclusive VorgeplÀnkel wie Symboltabellen etc. Echt, es lohnt sich. Insbesondere die Hinweise, wann geklebt wird und wann nicht, wo der Aktivator und wo der Kleber angebracht wird etc. sind extrem wichtig!
  2. Alle Werkzeuge im Vorfeld bereitlegen. Als Kleber genĂŒgt der dĂŒnnflĂŒssige Sekundenkleber und UHU-Por oder Ähnliches fĂŒr die Servos (die will/mĂŒss man ja eventuell mal ersetzen)
  3. Die weissen Pfeile in der Anleitung bedeuten DrĂŒcken bzw. ZusammendrĂŒcken (wenn es zwei Pfeile sind). Steht so auch in der Anleitung. Ein dĂŒnner schwarzer Pfeil, der mit einem Punkt beginnt, bedeutet HineindrĂŒcken. Steht nicht in der Anleitung…
  4. Alle Stangen und Spanten werden mehr oder weniger ins EPP gesteckt und dann verklebt. Ohne Ausnahme, nichts wird einfach ‘drauf geklebt’. Diese Unkenntnis hat mich direkt bei den Schritten 4 und 5 das Modell (vermeintlich s.u.) versauen lassen und Pichler weiteren Umsatz beschert. Nicht zu sehr sparen beim HineintrĂ€ufeln des Klebers in die Ritzen mit den Stangen und Spanten, die Minute, wie in der Anleitung erwĂ€hnt, falls möglich warten und dann mit dem Aktivator Spray drĂŒber.
  5. Einige Schlitze fĂŒr Stangen und Spanten gehen ĂŒber Klebestellen. Nach dem Verkleben mit dem scharfen Bastelmesser wieder aufschneiden, sonst gibt es Probleme beim EinfĂŒhren der Stangen und Spanten
  6. Stangen und Spanten kann man sehr gut mit der kurzen Seite eines kleinen Plastiklineals optimal ins EPP drĂŒcken. Dann an 2-3 Stellen mit einem Tropfen Sekundenkleber und danach Aktivatorspray fixieren. Nun kann man in Ruhe ‘richtig’ verkleben
  7. Bei allen lÀngeren Klebestellen ist es sinnvoll, zuerst an wenigen Punkten mit Kleber und Aktivator zu fixieren und dann in Ruhe grossflÀchig zu verkleben
  8. Einige Elemente verklebt man, indem die eine Seite mit Aktivator versprĂŒht und die andere mit Kleber betreufelt wird. Dies am besten (neben der absolut flachen Unterlage) auf einem Blatt Papier machen. Hilft gegen Festkleben, falls etwas Kleber unten aus der Naht herausgedrĂŒckt wird. Damit das selten vorkommt, den Sekundenkleber nur auf die obere HĂ€lfte der Naht auftragen. Beim Zusammenpressen wird dieser eh nach unten gedrĂŒckt und man kann nach AushĂ€rten auch nochmals von der anderen Seite nachkleben.
  9. Die Unterseite des Rumpfes in die vorgesehene Schlitze des Rumpfmittelteils stecken und maximal nach vorne drĂŒcken. Erst danach verkleben
  10. Die Fahrwerksachsen sind minimal zu dick, die RĂ€der drehen sich dadurch nicht. Diese daher vorher mit Schleifpapier etwas abschleifen(rund schleifen!)
  11. Die Stangen, die die FlĂŒgel stabilisieren muss man kĂŒrzen. Im MFI stand 15mm, bei mir waren es eher 13mm. Auf jeden Fall erst kĂŒrzen. wenn die Stange fest im FlĂŒgel steckt…
  12. Die Servos brauchen VerlÀngerungskabel von ca. 25cm. Nicht vergessen mit zu bestellen.
  13. Die Montage der Feststellklemmen fĂŒr die Schraubgewinde der Servostangenfixierung ist mega frickelig. Aber, man glaubt es kaum, sie halten sehr gut und werden spĂ€testens bei den Seiten- und Höhenruderservos zwindgend gebraucht. Nicht einfach weglassen…
  14. Die Verschalungen an der Unterseit des Fliegers wirklich erst ganz am Schluss anbringen
  15. Da ich den Motor nicht an den Regler anlöten wollte, habe ich Laborsteckverbinder von Conrad benutzt. Die PlastikhĂŒllen in der Mitte durchgeschnitten, sodass man die Verbindungen tauschen kann (Motordrehrichtung Ă€ndern ohne den Regler umprogrammieren zu mĂŒssen)
    P1010589
  16. Den Motor habe ich oben und links ĂŒber einer Unterlegsscheibe von 0.8mm Dicke (bei den beiden anderen Schrauben nichts) am TrĂ€ger festgeschraubt. Gibt damit bei einem Schraubenabstand von 30mm einen Winkel von ca. 1.5 Grad nach unten und nach rechts. Passt so gut in die 1-2 Grad, die die Anleitung empfiehlt. Wichtig: Zuerst die Schrauben ohne Unterlegscheiben anziehen, dann leicht die mit Unterlegscheiben.
    P1010614
  17. Regler habe ich in Flugrichtung links unten verbaut, den EmpfĂ€nger rechts unten. Das Kabel des Reglers zum EmpfĂ€nger beim Querruder-Servo durch den Rumpf gedrĂŒckt, fĂŒr das Kabel zum Akku habe ich ein kleines Loch mit dem Skalpell geschnitten. Im (veralteten) Bild ist der (schwere 650mAh) Akku zu weit vorne. So ist die Kiste sehr kopflastig.Mit doppelt so langem Klettband kann man die Position des Akkus viel flexibler bestimmen. Der 650-er Akku bei mir dann knapp eine halbe AkkulĂ€nge von der Spitze entfernt.
    P1010591
  18. Die mitgelieferte Luftschraube wird mit einem (ebenfalls mitgelieferten) O-Ring auf dem Motor fixiert (d.h. ĂŒber die beiden seitlich abstehenden Schrauben gestĂŒlpt). Zuvor noch etwas aufbohren (7mm Bohrer), das beim Bohren entstandene Material entfernen (z.B. mit einem 3.2mm Bohrer, dann passt das Ding auch auf die meisten Propellerwagen) und den Aluadapter einsetzen.
    P1010613Aaaaaber: Nach den ersten Erfahrungen wĂŒrde ich den mitgelieferten Propeller nicht mehr verwenden (oder gar weitere kaufen, wie ich es getan habe). Viel besser sind die GWS 8×4.3″ Propeller, habe ich mir bei http://www.elektromodelle.ch bestellt. Weil

    1. Sind sehr gĂŒnstig
    2. Leicht und flexibel
    3. Muss man nicht aufboren
    4. Viel leiser und vibrationsÀrmer
  19. Auch die mitgelieferten O-Ringe sind so an der Grenze. Entweder vor der Befestigungsschriebe jeweils einmal kreuzen oder solche von Scamora nehmen: Sind 18.5mm statt 20mm und stÀrker.
  20. Das Austarieren des Propellers mit einer Propellerwage ist IMHO Pflicht (einfach am Ende schrittweise ganz wenig abschleifen, bis der Propeller sich in der Waage nicht mehr dreht). Reduziert GerÀusche und Vibrationen um Einiges, d.h. gerade beim Originalpropeller, der schwerer als der GWS ist, besonders wichtig.

Robustheit: Da kann man nicht meckern, echt. Am Erstflugtag das Ding dreimal  wirklich in die Wand gefahren. NatĂŒrlich hat es BrĂŒche an der Rumpfspitze gegeben, aber die waren mit CA Kleber und Aktivator vor Ort schnell repariert. Und am restlichen Flugzeug hat man nix gesehen. Echt Klasse!

Zum Schluss sei noch zu sagen, dass mich der Ehrgeiz doch noch gepackt hat und ich die beiden sehr gut festgeklebten Spanten des 1. Bausatzes wieder vom Höhenruder trennen konnte (Skalpell, Durchschneiden des Klebers neben den Spanten und viel GefĂŒhl beim Unterfahren mit dem Skalpell unter die Spanten). Also habe ich wieder einen Bausatz, mit dem man was machen kann. Werde was Schönes malen, z.B. die Kimberly Kay (ein Tuskagee Bemalungsvariante der P-51D)…

Schaumwaffel Ruder’scharniere’ ersetzen

Nach ein paar ÜberschlĂ€gen im Rahmen des Einfliegens meiner Durafly Corsair lag plötzlich das Seitenruder neben dem Flugzeug. Und jeder weiss ja, “Zweimal bĂŒcken” ist nicht gut nach einer Landung…😉

Zuerst dachte ich, dass es das dann war fĂŒr die Kiste. Bis mir einfiel, dass ich mal in einer Zeitschrift etwas zum Bauen von Ruderscharnieren aus Plastik-Schnellheftern gelesen hatte. Und es eigentlich im Rahmen des Trojan Tunings ausprobieren wollte (nur ist dies auch 2 Jahre nach Start immer noch nicht fertig…). Siehe hier

Also als erstes die Überreste des zerfetzten ‘Scharniers’ (d.h. der dĂŒnne Steg aus EPP zwischen Seitenleitwerk und Seitenruder) sauber abgeschnitten (Geht gut mit einem Skalpel oder einem Ă€hnlich scharfen Messer) Grundiert/lackiert. uind dann je einen langen Schlitz in die Mitte geschnitten fĂŒr die Aufnahme des Scharniers.

IMG_1395 IMG_1382

Aus einem Plastikschnellhefter (durchsichtig) ein StĂŒck rund um den Falz abgeschnitten und mit Beli-Zell in das Seitenleitwerk eingeklebt. Ein paar Stunden gewartet, den herausgequollenen Beli-Zell vom Scharnier entfernt (wieder mit dem Skalpel) und danach das Seitenruder angepasst. Im unteren Bereich musste ich dazu das Scharnier noch etwas in der Breite reduzieren wegen der Schrauben der Ruderanlenkung.

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Fertig, sieht gut aus und ist stabil. Ein harter Schlag von oben (z.B. bei einem Überschlag) kann das Ruder aber trotzdem wieder ablösen. Was fĂŒr mich ok ist, denn so kann ich es im Zweifelsfalls abnehmen, reparieren etc. Wer das nicht will, der muss mit Epoxid-Kleber ran.

Hacker Me-163

Ich wollte schon immer eine, nun habe ich eine: Eine Me-163 Komet. Schön in rot, wie die erste Testmaschine auch war. Weil ich mir nicht traue, habe ich direkt alle Schaumteile als Ersatz und 4 weitere Propeller dazu gekauft…😉 Die wichtigste Sache ist wohl das VerstĂ€rken zumindest der FlĂŒgelvorderkanten mit mattem (effektiv seidenmattem) Parkettlack (zwei Schichten). Das macht sie deutlich unempfindlicher bei Aussenlandungen z.B. in Rapsfelder…

20150529_175233
Ein bisschen optisches Tuning war schon notwendig. Zum einen ein schwarzes Ende des Strahlrohres (im Lieferzustand war das einfach weiss gelassen, brrr…):

IMG_1375

Und das Cockpit wird mit grauer Farbe angedeutet. UrsprĂŒnglich wollte ich eine Pilotenfigur reinsetzen, aber dazu hĂ€tte ich den Boden des Cockpit Elementes herausschneiden mĂŒssen, selbst fĂŒr den kleinsten einigermassen Scale-grossen Pilotenkopf hat es keinen Platz.

IMG_1374

Die drei Plastikscheiben bekommt man einfach weg, indem man an einer Stelle z.B. mit einem Skalpel drunter fÀhrt und sie beginnt abzulösen. Danach mit den Finger und wippenden Bewegungen weitermachen, da geht nix kaputt. Den Kleber kriegt man mit geduldigem Rubbeln nachher von den Scheiben problemlos weg. Die rote Farbe zum Nachlackieren ist Acrylfarbe von Ruco, Farbton L140, gekauft bei Mira Brand (http://www.mirabrand.ch, siehe auch Blog Post Airbrushing).

Aufbau des Fliegers

Etwas Uhu in den Schlitz des Höhenleitwerks, fertig. Rechtes Querruder in Ausgang Kanal 1 des EmpfĂ€ngers, linkes in Ausgang Kanal 2. Regler in ausgang Kanal 3. Den EmpfĂ€nger an die Wand gegenĂŒber Regler mit Klettband befestigt, das wars, dachte ich zuerst.

Einstellen des Senders

Deltamischer, was ist das? Und wieso funktioniert nach dem REV auf die Querruder das Höhenruder in die falsche Richtung? Die Anleitung lĂ€sst einen hier ziemlich im Regen stehen, aber Google ist ja dein Freund. Am Schluss sieht alles ganz einfach aus, aber bis ich da war… Um es Nachfolgern etwas leichter zu machen, hier die Screenshots der relevanten Screens aus meiner T8FG, LNK MenĂŒ.

0_IMG_1366  D_IMG_1367 F_IMG_1370  E_IMG_1369  G_IMG_1371  G_IMG_1377

Die Servomitte ist so gewĂ€hlt, dass die Unterkante der Querruder auf einer Linie (oder leicht drĂŒber, wie mans halt sieht) mit dem FlĂŒgel ist. Die Wege so wie in der Anleitung eingestellt. Wobei sich die Wege der Höhenruder einfach so ergeben, da kann man nix einstellen.

Ein kleines Hoppala war noch das Höhenruder, dass in die falsche Richtung ging. Einfach rechtes und linkes Querruder am EmpfÀnger von Kanal 1 auf 2 tauschen und umgekehrt, dann stimmts.

Einfliegen

Uuuuiiiih… Die flog aber doch etwas anders als in der Anleitung angegeben (“Bei Halbgas gegen den Wind leicht nach oben werfen” steht da und im Video sieht das ja auch so ganz einfach aus: https://www.youtube.com/watch?v=efd7vSxTjo8). Zum GlĂŒck ist die Komet etwas frontlastig (selbst bei voll nach hinten platziertem Akku) und sehr stabil…. Die ersten zwei Mal hat sie noch den Boden gekĂŒsst, nach diversen Tests kann ich aber fĂŒr mich sagen: Start geht am besten bei Vollgas und dann bei ca. 30 Grad noch oben gegen den Wind werfen. Dann hat man genug Zeit um die KnĂŒppel wieder in die Hand zu bekommen und der Flieger kommt auf Geschwindigkeit bei relativ gerader Fluglage. Danach kann man zum Cruisen auch wieder auf Halbgas.

Ich musste die Querruder trotz maximal nach hinten bis an den Anschlag geschobenem Akku (den empfohlenen 500mAh 3S von Hacker, aber viel weiter nach hinten als in der Anleitung gezeigt) beim Erstflug noch 25 Klicks nach oben trimmen. Habe dann aber die Trimmung am Sender durch etwas mehr Querruderausschlag nach oben ersetzt, daher auch zur Info meine Nullpunkteinstellung weiter oben. Die Maschine rollte mir leicht nach links, 20 Klicks nach rechts getrimmt und gut ist.

Aber Spass macht das Teil schon. Die Landungen sind inzwischen auch nicht schlecht, aushungern scheint aber keine so gute Idee zu sein, eher zĂŒgig anfliegen, Motor aus und abgesetzt… Einen satten Crash in einen Acker hatte ich auch schon, ist nicht viel passiert und optisch mit Farbe und Parkettlack gut kaschiert.

Das NĂ€chste ist mal den 6×5.5 Propeller statt dem 6×5 probieren. Empfiehlt Hacker zumindest auf der Homepage.

[Update 2015-09-04]

Neuen Propeller probiert, den 6×5.5. Wow, das geht ab, nehme aber doch noch Vollgas beim Starten…:-)

IMG_1400

[Update 2016-02-08]

Habe das Ding ĂŒber Weihnachten fast senkrecht in den Boden gerammt. Cockpit weggeflogen und angebrochen, Plastikglas weg, ein paar Runzeln am vorderen Rumpf, ein paar Dellen an der FlĂŒgelvorderkante. Also nichts, was Styroporkleber, etwas Moltofill Modellierspachtel und Farbe nicht wieder hinbekommt. Ok, Propeller war natĂŒrlich hin, aber selbst die Motorwelle war ok (lag vielleicht auch an der weichen weil gut durchnĂ€ssten Wiese…:-) ).

Akku Überraschung

Oooops, das war eine böse Überraschung am Flugplatz. Die Akkus sind sicher nicht mehr die Neusten und ich gestehe, sie einmal fĂŒr eine Saison nicht geflogen und auch nicht entladen zu haben, aber ich dachte, mit neu Laden, 1-2s Vollast Test am Flugplatz sei ich sicher (Es waren GenAce 2200mAh).

War ich nicht, nachdem mir zweimal die Corsair kurz nach dem Start weggeschmiert war, wollte ich etwas lĂ€nger die Leistung testen. Und siehe da: Nach 3-4s Vollast ging der Motor praktisch aus. Uaaaaaaah. So kann man nicht starten…

Also: Immer ein paar Sekunden die Akkus testen, nur Antesten genĂŒgt nicht!

Low Cost Webcam fĂŒr den Modellflugplatz

Nach 9 Monaten wieder ein Blogeintrag… Dann mal los!

Aufmerksam geworden bin ich auf das Thema Modellflugplatz-Webcam durch einen Artikel in der FMT 11/2014. Zuerst dachte, ich dass das allenfalls eine nette Idee fĂŒr einen Vereinskollegen wĂ€re. Aber am Schluss hat mich dann doch die Neugier gepackt und nun ist es geschafft.

Basis war ein (eigentlich gar nicht so altes) Galaxy Note 1, welches mit aktuellstem Update auf Android 4.1 gebracht wurde und auf dem ich die App MobileWebCam installiert habe (Experimente mit Ă€lteren Android Versionen (2.x) und einem HTC Handy waren nicht von Erfolg gekrönt, immer wieder HĂ€nger der WebCam Software). Wichtig: Alle die nervigen Autoupdates des Handys ausschalten, damit das Handy Abo nicht ĂŒber GebĂŒhr gestresst werde: Ich wohne in der Schweiz und habe mich fĂŒr das Coop Prepaid Abo mit monatlichen Datenvolumen von 500 MByte fĂŒr CHF 9.90 entschieden. Die Datenoption ist automatisch verlĂ€ngernd und bei mehr als dem erlaubtem Datenvolumen gibt es Geschwindigkeitsreduktion und nicht teure Megabytes: Beides wichtig! SpĂ€ter (wenn sich alles bewĂ€hrt) werde ich wohl auf das Daten-Jahresabo mit gleichem monatlichem Datenvolumen fĂŒr total CHF 99.- wechseln.

Die App MobileWebCam habe ich so eingerichtet, dass sie alle 5min ein Bild in der Defaultauflösung/Defaultkompression schiesst (knapp 60 Kbyte pro Bild) und auf ein Dropbox Account hochlĂ€dt. Von dort holt es ein Joomla-Modul unserer Website. Das Bilder Schiessen erfolgt von 08:00-19:00 wobei ich eingestellt habe, dass ‘zu schwarze’ Bilder nicht hochgeladen werden.In dieser Frequenz und mit der genannten Bildgrösse bleibe ich weit unter den 500 Mbyte pro Monat.

Die Stromversorgung der Webcam ist recht einfach: Da wir eh eine Solaranlage auf dem Platz haben (fĂŒrs Lipo-Laden) habe ich eine USB-Auto-Einbaubuchse von Conrad (evtl. etwas mehr investieren in eine Doppelbuchse mit je 2.1A und Sicherung…) an die Batterie der Solaranlage gehĂ€ngt (12V) und  ein abgewinkeltes Micro-USB-Kabel (etwas mit einer Schere verkleinert, sonst geht es nicht durch die Kabelöffnung des GehĂ€uses) mit dem Handy verbunden. Den von Plastik befreiten Ferritkern des letzten Kabels konnte ich direkt zum Löcher-Stopfen benutzen. Abgedichtet wurde der Kabeldurchlass mit hitze- und kĂ€ltefester Fugenmasse aus dem Baumarkt. Wichtig: Bei zu grosser LĂ€nge des USB Kabels genĂŒgt die Leistung nicht mehr zum Laden des Handys, vor allem wenn es z.B. noch einen Hotspot zur VerfĂŒgung stellt. Daher das lange Kabel mit 12V vor dem Spannungswandler einplanen und das USB Kabel so kurz wie möglich.

Als KameragehĂ€use habe ich das GehĂ€use eines Aussenscheinwerfers von Conrad genommen. Alles (wirklich alles) aus- und abgebaut was nicht notwendig ist und was die KabelzufĂŒhrung stört. Die Kamera auf ein zurechtgeschnittenes PlastikstĂŒck (RĂŒckseite eines Schnellhefters) mit Aussparung fĂŒr die Kamera geklebt, auf die Glasscheibe gelegt und das isses.

IMG_0010 IMG_0019

IMG_0014 IMG_0015  IMG_0021

So wurde die Kamera dann montiert:

20150411_143153 20150411_143446

Und so sieht das Bild dann aus (Der Windsack wird irgendwann noch ans Netz verschoben, sodass man ihn immer komplett sieht…):

current

Offen ist noch, wie das ganze System auf extreme Hitze oder KĂ€lte reagiert. Werde wir sehen.

[Update 2016-04-20]
Zumindest ein Sommer und ein Winter wurde gut ĂŒberstanden! 3-4 Mal musste ich das Teil booten gehen, keine Ahnung wieso, aber nicht schlimm.

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