Durafly – P-51D Mustang

Was ist der Sinn, den Zusammenbau eines schon seit Jahren nicht mehr erhältlichen Modells zu beschreiben? Wenig, ausser um zu dokumentieren, was man gemacht hat. Denn profitieren von den Erfahrungen kann niemand mehr, es sei denn es gibt eine Neuauflage des Modells. Irgendwann.

Die Durafly Mustang hatte ich 2012 erstanden, damals der absolute Hammer. Einziehfahrwerk, Klappen, recht scale und das alles für wenig Geld. Leider hatte ich immer andere Prioritäten, daher habe ich sie erst 2020 ausgepackt und begonnen zusammen zu bauen. Zuerst aber etwas optisch getuned.

Die weissen (auf der Oberseite der Tragflächen und Höhenruder) und schwarzen (auf der Unterseite der Tragflächen und Höhenruder) Aufkleber-Streifen waren zum einen nicht wirklich deckend und zum anderen lösten sie sich schon ab. Also jeweils am Rand mit einem Skalpell vom restlichen Lack getrennt, abgerissen und mit weisser bzw. schwarzer Farbe gespritzt. Sah schon mal massiv besser aus. Dann die Platten der Ruderhörner richtig gepinselt, das Olivgrün musste ich etwas mischen.

Die Auspuffrohre (bzw. deren Grundplatten) haben gar nicht gepasst. Da musste der Dremel ran um etwas abzuschleifen. Aber das war auch das Einzige Problem beim Zusammenbau.

Als Empfänger verwende ich einen AR630, ein 6-Kanal Spektrum Empfänger mit Stabi. Die Default Programmierung des Empfängers passte perfekt, sowohl im AS3X Stabilisierungsmodus als auch im SAFE Modus. Als Schalter dazu den bei mir üblichen Schalter F verwendet (Stabi aus, Stabi an, SAFE)

Parkzone – Albatros

Doppeldecker hatte ich bisher nur die kleine Nieuport (mehrheitlich für die Halle). Da kam der Launch der Albatros bei Parkzone gerade recht. Und Parkzone ist ja bekannt dafür, dass die Modelle nicht allzu schwer zu fliegen sind, etwas was ich bei einem Doppeldecker durchaus schätze…

Ein erster Augenschein nach dem Auspacken offenbarte etwas Tuning Potential bei den Metallstreben, welche in rot anstatt in silber gehalten waren. Also gespritzt. Und natürlich die roten Platten für die Ruderhörner, die die Hoheheitszeichen verunstaltet haben: Weisse und schwarze Farbe halfen dem ab. Wie immer habe ich den ganzen Flieger mit Treppenlack bepinselt, macht die Oberfläche massiv haltbarer gegenüber Farbabrieb.

Der Zusammenbau war straight forward nach Anleitung, der 2200mAh Akku hat so grade in den Akkuschacht gepasst und der Schwerpunkt stimmte. Als Empfänger verwende ich einen AR630, ein 6-Kanal Spektrum Empfänger mit Stabi. Die Default Programmierung des Empfängers passte perfekt, sowohl im AS3X Stabilisierungsmodus als auch im SAFE Modus. Als Schalter dazu den bei mir üblichen Schalter F verwendet (Stabi aus, Stabi an, SAFE an).

Multiplex – Lentus

“Eine Schaumwaffel für 640.- CHF (dazum kommen noch Akku und Empfänger), spinnen die?” dachte ich mir. Aber dann kurz über die Features nachgedacht:

  • 3m Spannweite
  • 4 Klappen
  • Viel Alu und Carbon zwecks Festigkeit verbaut
  • Optionales Einziehfahrwerk
  • Schleppkupplung eingebaut (braucht nur noch Servo mit Stahldraht)

Also wurde ich schwach und habe das Teil bestellt. Schon beim Auspacken merkte ich: Hoppla, das Ding wiegt was. Insgesamt 2.4 kg bei einer Flächenbelastung von 46g/dm2. Andere Klasse als Easyglider und Co.

Zusammenbau war an sich einfach, nach Anleitung, Bei dem EPP-Füllstück anstelle des Einziehfahrwerks merkte ich aber schnell, dass das nix wird (wurde beim Tragen/Drehen des Rumpfes immer wieder hinein gedrückt), also mit Styrokleber eingeklebt. Sollte ich wider Erwarten doch mal ein Einziehfahrwerk einbauen, wir ein Skalpell das Ding schon wieder rauslösen. Und die Folie als Rumpfschutz gibt es ja eh als Ersatzteil.

Den Servo für die Schleppkupplung habe ich nicht eingebaut (what’s the point, wenn man einen Motor hat…), aber vielleicht kommt das noch, wenn ich mal mit einem Segler dieser Grösse Schleppen üben will. Ein paar nette Bilder dazu gibt es hier.

Ein Challenge wurde für mich dann aber die Senderprogrammierung. Segler auswählen und 4 Klappen als Seglertyp definieren ist ja noch einfach. Motor auf Throttle gelegt, weil ich gerade im Panikmodus nichts anderes haben will, als was ich von den Motorfliegern gewohnt bin.

Nachfolgend die wichtigsten Settings, die den Segler so einstellen, wie in der Anleitung vorgeschlagen. Initial wurden alle Nullpunkte mechanisch und die Ausschläge mit Dual Rate eingestellt. Hat für mich im Flug dann gepasst.

Zum Mixing ist wichtig zu bemerken, dass man den vordefinierten AIL->FLP Mix benutzt und nicht dafür einen “freien” Mixer verwendet. Sonst kann man keine Flaps Differenzierung einstellen.

Der Schwerpunkt wird mit einem 3S 2600 mAh Akku von Swaytronic an der kurzen Rippe des Schleppkupplungsservos perfekt erreicht, Die beigelegten Bleikugeln im Heck braucht es somit nicht.

Als Empfänger verwende ich einen AR8360T, der hat die notwendigen 7 Kanäle und Barometer bereits eingebaut.

Damit die Propeller schön zurückklappen, habe ich noch einen Gummi zwischen Spinner/Mitnehmer gefummelt. Nicht ganz einfach, aber es lohnt sich. Einfach etwas beherzter Gas geben, sonst schleifen die Propeller am Rumpf.

Zusammenfassend muss ich sagen: Absolut tolle Maschine. Super Flugbild, liegt prima in der Luft, Fly-away Preis mit Akku und Empfänger 850.- CHF aber nicht ohne.

Vladimir – Snipe 2 EL

Ich war (bin? ;-)) auf der Suche nach einem Elektro-Segler, den ich einfach zerlegen und transportieren kann. Um ihn z.B. auf eine Wanderung mitzunehmen. Oder in die Ferien. Oder…

Eine Schaumwaffel sollte es nicht sein, was Stabiles. Voll-GFK. Da kam mir der Launch der 2. Snipe Version von Vladimir gerade recht. Als Elektroversion “Snipe 2 EL“. Bei Leomotion gab es den auch RTF (also Servos, Motor, Regler fertig eingebaut, da habe ich zugegriffen. Na ja, besser: gewartet bis das Design, das ich wollte, verfügbar war. Denn Designvarianten und Kombinationen gibt es viele…

Als das Paket ankam (incl. Schutztaschen für Flügel, Rumpf und Leitwerk), war die Frage: Schwerpunkt? Denn der hat grossen Einfluss darauf, ob man die Rumpfspitze kürzen muss. In allen Foren war davon die Rede, konnte ich auch nachvollziehen, mit dem empfohlenen 650mAh Akku war das Ding hoffnungslos kopflastig. Es gibt Piloten, die sagen “nie was abschneiden” und kleben Blei ins Heck, ich habe die Rumpfspitze um 25mm gekürzt. Natürlich zuerst Panik gehabt, dass ich mir alles kaputt mache, aber es geht mit einer feinen Japansäge und mit Klebeband markierter Schnittkante problemlos.

Als Empfänger einen AR6610T verwendet (hat Telemetrie eingebaut), allerdings ohne das Originalgehäuse (die Inbusschrauben davon kriegt man mit einem 1.3mm Schlüssel auf) sondern eingeschrumpft in Akkuschrumpfschlauch (Vorsicht, den Akkuschrumpfschlauch darf man nicht mit einem Feuerzeug erhitzen (oder zumindest gaaaaanz weit weg), besser ist ein Föhn). Den Empfänger soweit wie möglich in den Rumpf geschoben, durch die gekürzte Rumpfspitze kommt er trotzdem fast bis zur Akkuöffnung. Den 650mAh Akku dann genau davorgesetzt.

Den Akkufachdeckel mit einem Karbonstab um eine Arretierung erweitert und dessen Oberseite mit einem Tropfen Epoxy um einen Kratzschutz erweitert. Hält so genügend gut und man braucht kein Klebeband mehr.

Ein Challenge waren die Schräubchen, um die Querruderarme jeweils nach der Flüglmontage an die Ruder zu schrauben. Etwas Frimelarbeit, man muss die Querruderarme durch die Schwerkraft nach unten fallen lassen (also Einschrauben mit dem 2.5mm Inbus nach oben), aber mit ein bisschen Übung geht es.

Als alles fertig gebaut war: Einstellwerte? Denn das auf der Website verfügbare Manual enthielt diese Angaben nicht. Ok, Wettbewerbspiloten brauchen das vielleicht nicht, aber ich… Nach langer Forensuche bin ich dann auf eine englische Website gestossen. Und das war schon mal ein guter Startpunkt. Einige Dinge habe ich nicht verstanden (Snap-flap, was ist das?) und einiges habe ich nicht gemacht (Aileron-Rudder Mix bei den verschiedenen Flight Modes), aber mit der Hilfe eines Fliegerkollegen, der einen Snipe 2 EL sein eigen nennt, bin ich dann auf folgendes Setup gekommen:

EinstellungWert
Seite15mm in jede Richtung
Quer10mm hoch, 8mm runter (erreicht mit 20% Differenzierung, siehe Screenshot)
Höhe7mm in jede Richtung
Schwerpunkt 65mm mit 650mAh Akku
LandenBeide Querruder 25mm runter (Auf LLv gelegt), 5mm Tiefe dazugemischt
ThermikBeide Querruder 1mm runter (Eine Kollege verwendet alternativ -3 Grad)
SpeedBeide Querruder 1mm hoch (Eine Kollege verwendet Alternativ 1.5 Grad)
MotorHabe ich auf Throttle, da ich auch Motorflieger habe und zuwenig fliege, um in Paniksituationen andere Belegungen zu verkraften

Habe 5 Flugmodi programmiert (4 hätten es aktuell auch getan). Auf Switch C die Landung (nur da funktioniert die Bremse über LLV), die Selektion der 3 anderen Flugmodi sowie Launch (brauche ich eigentlich nicht), auf Switch F Speed, Cruise und Thermik.

Die wichtigsten Einstellungen hier zusammengefasst:

Zusammenfasend zu sagen: Fliegt toll, die Fluglage sieht man mit dem einseitig leuchtend gelb gehaltenen Flügel sehr gut (von unten hat dieser neon pinke Bänder). Zum Landen muss man ihn aber schon zwingen, der will fliegen 😉

Easyglider 4 – Als Segler mit Schleppkupplung

Uuuh, ich glaub es nicht: Schon ein Jahr lang nichts mehr geschrieben… Dabei habe ich diverse Flieger gekauft, zusammengebaut, geflogen, gecrashed usw. Aber fürs Schreiben blieb neben dem Job leider nur wenig Zeit. Wer sehen will, wo ich doch noch etwas aktiv war, der besuche doch www.mg-uster.ch Viele Artikel sind da von mir 😉

Zum Thema: Ich bin ein Easyglider Fan. Gebe es zu. Unkompliziert, unglaublich robust, es gibt genügend Ersatzteile, sogar ein (kostenloser) Flugsimulator zum Lernen findet sich auf der Website von Multiplex. Ab und zu macht es auch Spass, ein scheinbar unreparierbares Teil wieder in die Luft zu bringen. So geschehen und dokumentiert hier. Die gute Reparierbarkeit ist auch der Grund dafür, dass wir den Easyglider in unserer Anfängerschulung verwenden. Jedes Jahr, seit Jahren…

Was ich noch nicht hatte, war ein reiner Segler. Also ohne Motor, allenfalls eine Schleppkupplung (man ist ja nicht immer am Hang). Da ergab es sich grad gut, dass ich einen (reparierten) Rumpf ‘übrig’ hatte (siehe oben) und dass auch Servos, Tragflächen und Höhen-/Seitenruder in der umfangreichen Ersatzteilkiste vorhanden waren. Und Multiplex bietet sogar eine einfache und zuverlässige Schleppkupplung an! Blieb also noch die Aufgabe, die Schleppkupplung zu montieren. Nach diversen Recherchen von Varianten im Internet, entschied ich mich für die Montage in einer 3D gedruckten Rumpfspitze, wofür ich eine Vorlage im Internet fand (Sorry, Quelle nicht mehr gefunden). Dachte die passt, aber die war viel zu gross. Also einen Kollegen gefragt, der mit STL Datein umgehen kann und das ist das Ergebnis.

Ich hatte anfänglich kein gutes Gefühl dabei, die Schleppkupplung in der Spitze zu platzieren und nicht am Motorspannt. War aber völlig unbegründet, die von innen noch zusätzlich ausgeharzte Spitze hält mit UHU Endfest bombenfest (teilweise auf Motorspannt, teilweise auf dem darum liegenden EPP Rumpf).

Als Akku habe ich einen 5-AA-Zellen NiMH genommen, diesen direkt über dem Empfänger platziert (hält saugend ohne Klettband etc,) und noch 35g Blein in der Spitze (siehe Fotos), so stimmt der bekannte Easyglider Schwerpunkt (gemessen auf den EPP Knubbeln unter Flügeln) perfekt.

Die Querruder hochgestellt als Bremsklappen (am besten auf einem Schiebregler, bei mir LLv an einer Spektrum DX9) sind bei einem Modell ohne Durchstartmöglichkeiten natürlich Pflicht! Und so ging es los zu meinem ersten Seglerschlepp und ich muss sagen, es war Klasse. Den Easyglider musste ich gar nicht steuern (die Schleppmaschine war so stark, die hat ihn gar nicht bemerkt und einfach hoch/in die Kurven gerissen), nach dem Ausklinken etwas drücken (mit der verwendeten Schleppmaschine wurde der Easyglider auf eine Geschwindigkeit beschleunigt, die ihm eigentlich nicht entsprach und ohne Drücken ging er sofort nach oben und dann in den Stall). Viel gelernt hatte ich vorher aber aus diesem Artikel.

DJI – Mavic 2 Pro

Nun habe ich auch eine. Zuerst nur die Drohne mit 2 Zusatz Akkus, gekauft, dann die Transportbox, dann das Dreifachladergerät und zum Schluss die tagesleuchtenden orangeroten Decals. So sieht sie nun aus:

Die Drohne gabs (vor einigen Monaten schon) bei Brack, zusammen mit den zwei Zusatzakkus und dem Smartcontroller (so muss ich nicht jedesmal mein Handy als Bildschirm missbrauchen…). Das Dreifachladegerät (lädt drei Akkus parallel, nicht nur seriell!) gabs bei Amazon, die Transportbox bei digitec und die Decals bei DecalGirl.

Nun habe ich also einen fliegenden Fhotoapparat. Und kann Dronies machen. Und mich verfolgen lassen. Und … Also viel zu lernen habe ich auf jeden Fall, denn auch der beste/teuerste Fotoapparat macht noch keinen guten Fotografen… 🙂

Neue CA Kleber braucht das Land

In einer Modellbauzeitschrift habe ich einen kurzen Bericht zu neuen CA Klebern gelesen: Stinken nicht, blühen nicht aus (vor allem wenn man Aktivator nutzt), werden nicht hart/spröde und erzeugen so auch keine Sollbruchstellen hiess es. Also mal ein Set MD Glue Extreme in den drei üblichen Viskositätsstufen bei R&G Faserverbundstoffe bestellt:

mde

Und was soll ich sagen: Stimmt alles. Ich bin begeistert! Und was noch dazukommt: Die Spitze ist echt gut geformt, nach Gebrauch gut abwischen, der Kleber im Kanal wurde vorher schon durch Entlasten der Hülle zurückgezogen. Bis jetzt waren die Kanülen, wie in einem anderen Beitrag beschrieben, nicht notwendig!

Inzwischen gibt es die Kleber auch bei diversen Online-Shops, in der Schweiz z.B. bei Elektroflug.

E-Flite UMX Ultrix

Einfach nur geil! Ok, keine druckreife Beschreibung, aber das Ding ist wirklich unglaublich. Ein irres Geschwindikeitsspektrum, ganz gemutlich in der Halle kurven incl. Hovern und dann wieder Fullspeed im Freien. Selbst bei ordentlichem Wind kein Problem, die Stabilisierung hält den Flieger genügend ruhig.

cof

Natürlich habe ich die optionale LED Beleuchtung mit gekauft (unter 10 CHF), ist schnell eingebaut: Die vordere Akkuklappe vom Rumpf trennen (Skalpell oder scharfes Bastelmesser), LEDs am Flügel in die vorgesehenen Ausparungen legen und Tesafilm drüber, am Heck mit etwas Uhu Por fixiert, vordere Akkuklappe wieder an drei Stellen mit Uhu Por fixiert, fertig. Cooles Feature: Wenn die Akkuspannung zu tief wird, leuchten alle LED rot 🙂

Akkus (1S 500mAh mit BEC Buchse) habe ich von Swaytronic genommen (kosten etwa die Hälfte von E-Flite). Einen schmalen Streifen Klettband auf den Akku, etwas grösser im Rumpf, damit hält er in der vordersten möglichen Position im Akkufach, perfekt für den Schwerpunkt.

Die Flugmodi mit den entsprechen Dual Rate Settings habe ich auf Schalter C gelegt, genügend nahe bei linken Daumen, falls man in Panik gerät (und auf den SAFE Mode schalten will, in dem sich der Flieger selber in eine waagerechte Fluglage bringt). Die Dual Rate Werte aus der Anleitung sind nicht schlecht, ich habe in der mittleren Schalterstellung (kein SAFE mehr und noch kein irres Acro) für Dual Rate/Expo dann aber doch das Setting 50/20 statt 70/30 genommen.

In der Halle montiere ich den beiliegenden Drahtbügel, damit sind ganz normale Bodenstarts und Landung sowie Manöverieren via Seitenruder möglich. Draussen starte ich von Hand und lande ganz gemütlich im Gras.

Ganz genial für den Transport in die Ferien ist die Tatsache, dass die beiden Seitenflossen nur in den Rumpf gesteckt werden. Dadurch immer wieder demontierbar und man kann die sehr flache Verpackung weiter nutzen.

Ein Video für Unerschrockene zeigt, was man mit der genialen Simulation des Seitenruders über die beiden Motoren alles machen kann.

Miniprop Mini Acro-Magnum

An der Messe “Faszination Modellbau” in Friedrichshafen 2019 habe ich die kleinste Magnum zum ersten Mal gesehen und wurde direkt schwach. Lag natürlich auch am gekonnten Vorführen indoor 🙂

Die Anleitung ist ganz gut (hätte nie geglaubt, dass die Verbindung Ruderhorn/Ruderstange mit Schrumpfschläuchen und einem Tropfen Sekundenkleber funktioniert), einzig die Ruderausschläge stehen nicht drin. 3-4 mm sind ein guter Startwert, aktuell habe ich

  • bei Querrudern: 5 mm (Das ging aber nur mit den zusätzlichen 3mmx140mm Karbonleisten in den Querrudern. Ohne die biegen sich die Queeruder durch, da die Ruderhörner an einem Ende der Ruder nahe der Scharniere liegen, siehe Fotos)
  • bei Seitenruder: 6 mm
  • bei Höhenruder: 4 mm

Ein paar Bilder zum Bau. Sie zeigen

  • Einbau der Höhen-, Seiten- und Querruder-(Servos) Das Querruderservo habe ich mit Carbonplätchen links und rechts stabilisiert, die Aussparung war etwas zu gross geraten und das Servo darf wirklich nicht schlabbern…
  • Die zusätzlichen Karbonleisten in den Querrudern (von unten eingebaut). Zusätzlich habe ich von unten die Scharniere leicht mit einem Skalpell “verjüngt”. Angesichts der zarten Uhu-Por-Scharniere bei Höhen- Seitenruder sollte das an den Querrudern kein Problem sein und es verringert den notwendigen Kraftaufwand für das Servo deutlich
  • Die Position der Ruderhörner (Länge bei Seite und Höhe 1.3mm, bei Quer 0.7mm)
  • Die Fassung für den Lipo, die ich einerseits mit Epoxidharz ausgekleidet (wegen Festigkeit) und andererseits mit einem Stück Klettband und den in D notwendigen Angaben zum Besitzer versehen habe.
  • Die beiden gekreuzten 0.9mm Kohlestäbchen für den Motorsturz und Seitenzug im eingebauten Zustand mit Motor
  • Aushöhlung für den Motor (die dort gezeigte Karbonstange ist noch die alte Version nur für Seitenzug, einfach ignorieren 😉 )

Den Regler habe ich ziemlich genau unter dem Lipo vertikal in der Mitte des Rumpfes eingebaut. Auf der linken Seite des Rumpfes den BEC Stecker für den Akku, auf der rechten Seite die Verbindung (mit Steckern) zum Motor, dessen Anschluss von unten durch den Rumpf hinauf geführt wird.

Als Empfänger nutze ich einen AR6335 von Spektrum. Etwas teuer, aber er war einfach schön klein mit kleinen Steckern. Vorsicht aber beim Umlöten der grossen auf die kleinen Stecker, die kleinen haben eine andere Belegung! Habe mir damit einen Regler und 2 Servos gekillt…

Zum Fliegen: Ok, aber kein Anfängerflieger. Er gleitet nicht gut und wenn er zu langsam wird, kippt er ab (in der Kurve über den Innenflügel, geradeaus einfach nach unten). Dann rettet ihn nur Vollgas. Generell ist er empfindlich auf fehlenden Wind vom Propeller (lässt sich dann nicht mehr (gut) steuern), zu langsam fliegen in der Halle endet in der Regel in der Wand, weil er dann nicht mehr rumkommt. Auch gelandet werden will er mit etwas Gas.

FMS Firefly

Einen Nachtflieger habe ich ja schon, besser einen Dämmerungsflieger. Denn die LEDs sind in der (Fast-)Dunkelheit zu hell und wenn man dann den Flieger beim Landen anschaut, sieht man nachher die Piste nicht mehr.

cof

Ein Night Radian sei eine Alternative, dachte ich zuerst, aber die hat zwar tolle Leuchteffekte, die Fluglage (rechte/linke Tragfläche, vorne/hinten) erkennt man damit aber nicht gut.

Dann kam die FMS Firefly. Ist die hässlich, war meine erste Reaktion, also den Gedanken wieder begraben. Mit der Zeit und dem kommenden Herbst/Winter gewann selbst diese Hässlichkeit aber wieder an Attraktivität und daher wurde sie doch bestellt. Und sie macht einen sehr guten Eindruck in der Dämmerung und im Dunkeln.

Trouble ahead versprach dieses Video (“drops out of the sky”). Yepp, stimmt, obwohl ich ja vorgewarnt war, hat es mich erwischt. Bei mir war das Fahrwerk nach dem Erstflug/-crash nicht ganz so weit ausgerissen wie im Video, aber eine ausgiebige CA-Kleber Reparatur war doch notwendig geworden.

Mit ein Grund des Übels war wohl der von mir eingestellte Schwerpunkt von 10cm (Anleitung 9.5cm – 10.5cm). Mit ganz nach vorne geschobenem Akku (vgl. dieses Review) und 20g Blei kam ich auf 9.5cm und damit landet das Dinge deutlich besser. Aber trotzdem: Nicht reinsegeln lassen, Motor nach dem Herunterstechen wieder an, Schleppgas ist Pflicht!

Aber es gab noch andere Probleme:

  1. Die Schrauben für das Fahrwerk sind knapp bis zu kurz (bei mir 2 mal knapp, 1 mal zu kurz). Also andere, deutlich längere genommen
  2. Das Ding ist empfindlich auf Höhenruder. Also nur 8mm statt 9mm Ausschlag eingestellt und 40% Expo
  3. Die Angaben für die Querruder stimmen überhaupt nicht (8mm). Nicht ein bisschen nicht, sondern gar nicht. Mit den Defaults habe ich die Kiste kaum in die Kurven und runter bekommen. 35mm wie im 2. Review (s.o.) und 30% Expo sind gut.
  4. Die Auschläge für Seiten- und Höhenruder habe ich wegen der High Rate Settings (ok, braucht man am Anfang ja nicht) nur hinbekommen, indem ich die Rudergestänge in das äusserste Loch der Ruderhörner gehängt habe. Ganz wichtig: Die Ruder sind ja abgerundet. Also an der am weitesten vom Scharnier entfernten Stelle (beim Höhenruder etwa in der Mitte, beim Seitenruder ziemlich weit unten) messen, sonst stellt man zu grosse Ausschläge ein!
  5. Ich habe alle meine Akkus mit Klettband versehen. Der flauschige Teil am Akku, die Widerhaken im Flieger. So auch hier, das Band hat im Flieger noch dazu gedient, das Kabel vom Motor zum ESC und ein LED Kapel zu fixieren.
  6. Die Platine für die LED Elektronik, flog bei mir einfach so im Rumpf rum, mit doppelseitigem Band angeklebt. Genauso zwei XH Stecker.
  7. Platz für den Empfänger zuerst nicht wirklich gefunden, am Schluss hinter die Platine mit Steckern nach hinten zeigend und hängend eingebaut. Brauchte daher aber kurze Verlängerungskabel (wegen der Länge und weil man bei eingebautem Empfänger faktisch keine Servokabel einstecken kann.
  8. Gut: Die vordere LED Reihe im rechten Flügel ist grün wie die Flügelspitze (wohl eine Änderung von FMS in der laufenden Produktion, vgl. 1. Review), schlecht: Via Sender (Default ist Kanal 5 Gear, aber auch andere versucht) schalten die LED Modi bei mir nicht. Alles versucht. Aber egal, ich will eh konstantes Flügellicht und langsam blinkende Flügelspitzen (und das ist der Default)
  9. Den XH Stecker für die LEDs und die Verlängerung des Bind Steckers habe ich in den Akkuschacht geführt (siehe Fotos)

Zum Schluss zusammengefasst meine Dual Rate und Expo Settings (Spektrum DX9) mit den daraus resultierenden Ruderauschlägen

  • Low Rate
    • Aileron, 90% Dual Rate, 30% Expo, 35mm
    • Elevator, 40% Dual Rate, 40% Expo, 8mm
    • Rudder, 90% Dual rate, 30% Expo, 18mm
  • High Rate
    • Aileron, 110% Dual Rate, 30% Expo, 45mm
    • Elevator, 60% Dual Rate, 40% Expo, 12mm
    • Rudder, 100% Dual rate, 30% Expo, 24mm