CA Kleber sauber im Griff

Ich habe immer geflucht ob den CA Kleber Fläschchen die erstens immer zuviel Kleber rauslassen und zweitens immer verstopfen.

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Die Lösung ist einfach: Kanülen aus dem Health Bereich draufstöpseln, für den mittelflüssigen CA Kleber 0.9mm Innendurchmesser, für den dünnflüssigen 0.7mm. Deren Deckel kann man dann auch gleich weiter verwenden und braucht so den originalen Deckel nicht mehr. Beides bekommt man bei RC Kleinkram (liefert auch in die Schweiz).

Natürlich verstopfen die Kanülen genauso wie die Plastikkanülen von den Kleberherstellern. Aaaaaber: Die Metallkanülen kann man mit einem Feuerzeug abflämmen, der vertrocknete CA Kleber schmilzt und verbrennt dabei (wusste ich lange nicht, daher danke an meinen Kollegen Markus). Man braucht die Kanüle dazu nicht abzunehmen, ich mach es immer nach einem Arbeitsgang, vor dem Wieder-Aufsetzen des Deckels).

RC Factory Lil Fokker

Es ist Indoor Saison, ganz klar. Sieht man an meinen Bauprojekten. Nachdem die blau-weisse Fokker Dr.1 schon seit einer Saison im Schrank auf den Bau wartete habe ich … die Lil Fokker in rot gekauft. Logisch sein muss man ja nicht.

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Auch bei der Lil Fokker gibt es wie beim Crack Wing neben der originalen Anleitung eine von Twisted Hobbys. Im Gegensatz zur Crack Wing ist diese Anleitung aber nicht zwingend notwendig, gibt aber einige wertvolle Alternativen zum Bauvorgang,

Bei der Lil Fokker habe ich wieder ab und zu zum CA Kleber gegriffen, jedoch ohne Aktivator. Dinge wie Flügel an Rumpfteil und Rumpfteil auf Rumpfteil habe ich aber nach wie vor mit Belli-Zell geklebt.

Tipp: Mir sind die Stege zwischen den Flügeln einmal zusammengeknickt, weil ich die Flügel zu sehr beschwert hatte. Habe dann mal links und rechts eines Steges Kartonplättchen in der ungefähren Grösse der Stege mit zwei Wäscheklammern fixiert und so die Stege versucht “gerade zu rücken”. Ich war dann mega erstaunt, dass nach 1/2 Tag die Stege tatsächlich wieder gerade waren.

Mindestens eine Schwäche hat das Teil: Die Plastikteile, die die Fahrwerksbeine aufnehmen sollen:

Zum einen wird es kaum reichen, auf beiden Seiten die Carbinstäbe so weit wie gezeigt reinzustecken. Zum anderen drücken bei einer nur minimal härteren Landung je zwei Stäbe diese dünnen Plastikteile nach aussen. Bruch ist fast sicher und daher bei mir passiert. Lösung: Zwei Plastikplättchen (ich hatte noch was von der Cartoon Mustang) mit reichlich Epoxid Kleber aufgebracht, trocknen lassen und ca. 45 Grad mit 1.4mm Bohrer angebohrt (die Stangen sind 1.1mm, so hat man etwas Spiel beim reinstecken). Danach mittelflüssiger CA Kleber in die Löcher und die Stäbe eingesteckt. Epoxid geht vermutlich auch, aber zum einen traute ich der Kriechfähigkeit nicht so ganz und zudem sollen lieber die Stäbe ausbrechen als irgendwas abbrechen.

 

Schwerpunkt: Bin ich noch am Einfliegen, aber Akku (bei mir Lemon, 350mAh, 2S) oben ist wegen der Verschiebbarkeit sicher gut. Die 33mm stimmen IMHO nicht, der Flieger ist damit ordentlich kopflastig. Aber das ist ja ok bei einem Erstflug.

Ruderauschläge und Expo: 70% Ruderweg und 40% Expo bei dem von Pichler vertriebenen Zubehörset. Sonst zuckt das Ding rum wie wahnsinnig.

RC Factory Crack Wing

Just for fun war mein Hintergedanke, als ich mir den roten Crack Wing als Combo Paket bei Pichler gekauft habe. Empfänger ein R415X von Orange/Hobbyking, den es aktuell scheinbar nur noch bei Elektromodelle gibt. Aber rot ist nicht alles, nachfolgend die Farbvarianten.

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Beim Kleber bin ich dann ganz schnell vom CA Kleber mit Aktivator als Standardmethode weggekommen. Denn: Der Aktivator hat die Farbe angegriffen, welche sich dann bei Berührung sehr unschön gelöst hat. Daher einen neuen Wing gekauft (nur der Flieger ist ja günstig und man ist schon ein bisschen ein Ästhet…), gelb, und der Wechsel auf Belli-Zell, ein PU-Klebstoff der (mit Hilfe der Luftfeuchtigkeit) auf das 3-4-fache seines initialen Volumens anschwillt (also sehr sparsam anwenden und auf der Klebefläche mit einem Hölzchen dünn verstreichen). Topfzeit ist ca. 10min, leicht fixieren mit Krepband.

Neben der bei Crack downloadbaren Anleitung gibt es hier eine von Twisted Hobbys. Mega super! Von dort habe ich auch die Expo/Dualrate Einstellungen (bei mir 75% und 75%) für 3D/Acro. Bei einem Servo musste ich noch den Weg in beide Richtung im Servo Setup auf 90% beschränken, da es weiter drehte als das andere (!?!?)

Sendkrechter Start geht prima, beherzt Gas geben und dann in die Waagerechte. Fliegt wie auf Schienen aber deutlich schneller als z.B. eine Clik. Puls entsprechend hoch in der Halle, aber geiles Gefühl… Landung unbedingt mit ausgeschaltetem Motor (sonst zerfetzt die Luftschraube das EPP), auch “erzwungene” Landungen so machen, etwas Runterstechen und Abfangen, fertig. Ist aber kein Segler… 😉

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Draussen sind 3min das Maximum an Flugzeit, man gibt da einfach mehr Gas. In der Halle gehen auch 5min.

Parkzone Conscendo Advanced

Der bekannte Conscendo S hat mit dem Conscendo Advanced einen würdigen Nachfolger gefunden. Besserer Motorträger (aus Metall), 3S Lipos, noch mehr Spass wie der Vorgänger 😉 Denn: Er segelt wirklich gut, ist agil bei einfachen Kunstflugfiguren (Looping, Rollen, Immelmann, Rückenflug, nur um ein paar zu nennen) und muss in der Regel nicht zum Transport auseinander gebaut werden.

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Ein paar Modifikationen habe ich aber schon gemacht, teils aus Performance, teils aus Haltbarkeitsgründen.

  • Mit meinem 3S Lipo 1300mAh war der Schwerpunkt bei 6.4 cm, was nach Anleitung noch ok ist (6.7 cm plusminus 3mm). Er musste damit aber deutlich mit Höhe getrimmt werden. Mit 12.5 gr Blei am Heck braucht es keine Trimmung mehr, der Schwerpunkt liegt bei 7 cm was nach Anleitung auch noch ok ist
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  • Das Gestänge zum Seitenruder habe ich zwei Löcher weiter nach innen eingehängt, sonst hat es praktisch keinen Effekt. Auch so sind Hammerhead-Turns kaum zu fliegen.
  • Die Unterseite des Rumpfes und des Höhenruders habe ich zweimal mit (seiden-)mattem Parkettlack lackiert. Das schützt etwas beim Landen. Habe aber schon PETG Schalungen bei Parkflyer Plastics bestellt 😉
  • Die Querruder habe ich verkleidet. Sieht schöner aus, ist aerodynamsicher und man nimmt kein Gras mit beim Landen
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  • Ganz wichtig: Der Spinner ist eine Schwachstelle, von der Konzeption her und von der Montage bei Auslieferung.
    • Konzeptionsproblem: Die Splinte, die die Luftschrauben festhalten, sind beide von der gleichen Seite eingebracht. Dadurch löst sich eine unweigerlich aufgrund der Fliehkraft. Lösung: Je ein Tropfen CA Kleber auf die dünne Seite des Splints und härten mit Aktivator oder aber etwas Epoxidkleber. Aufpassen, dass der Kleber nicht abfliesst und die Luftschraube festklebt.
    • Montageproblem: Die beiden Kreuzschlitzschrauben, die den Spinner festhalten, sind z.T. locker bezw. lösen sich nach ein paar Flügen. Regelmässig festziehen und evtl. mit etwas Loctite fixieren.

XK – X520

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Nein, ich bin nicht auf den Senkrechtstarter-Tripp gekommen 😉 Aber das Patenkind meiner Frau hat das Teil aus China geschenkt bekommen und die Anleitung war so schlecht, da musste ich das Ding halt austesten. Daher hier meine Erkenntnisse:

Aufbau

  • Trivial. Einzig aufpassen, dass die Spinner gut festgezogen sind

Tasten des Senders

  • Die Taste «Stick Mode» ein paar Sekunden gedrückt schaltet um zwischen 80% leistungslimitierten und 100% Leistung Mode 2. 80 ist ok, 100 ist nicht schlimm. Auf anderen Mode (1, 3 oder 4) oder 40% oder 60% Leistungslimit habe ich nicht geschafft umzustellen obwohl dies das Display hergäbe. Aber braucht man eh nicht,
  • Die Taste Take Off startet die Motoren, aber nur wenn das Gas leicht nach oben steht (1/4 maximal).

Flugmodi

  • V-Mode: Coptermode
  • 6G-Mode: Geschützter Flugmodus (hält die Höhe und Richtung wenn man nicht aktiv eine Taste drückt)
  • 3D Modus: Hat keinerlei Einschränkung (und garantierter Absturz wenn man nicht gut Fliegen kann)

Bereit machen

  • Akku in Flieger rein, Anschliessen, Klappe zu (auch nicht schlimm ohne Klappe wenn der Akku zu gross wäre), Flieger senkrecht stellen
  • Sender Einschalten
  • Es blinken Flieger und Sender. Gas ganz nach vorne, wieder zurück, nun blinkt keiner mehr, konstante LED.
  • Nun sind wir bereit.

Start/Landung

  • Start im V-Mode: Am besten. Take-off ein paar Sekunden Drücken (s.o.) und nach Anlaufen der Motoren Drücken des Gashebels nach vorne bis zum Anschlag, nicht zögern. Der Flieger muss schnell vom Boden weg, dabei bereit sein mit rechts zum Ausbalancieren. Ab ca. 2m Höhe das Gas etwas zurück und mit dem rechten Knüppel hovern (an der gleichen Stelle bleiben) oder etwas herumfliegen.
  • Landung im V-Mode: V-Mode auswählen wenn nicht schon ausgewählt. Wenn der Flieger nicht in die Vertikale geht, hat er zu wenig Motorleistung (z.B. aus Flugmodus mit wenig Gas). Dann einfach beherzt Gas geben und er geht senkrecht. Danach mit dem rechten Knüppel an die Landeposition verschieben und zum Schluss langsam Gas wegnehmen sodass er langsam (sehr langsam) sinkt und mit dem rechten Knüppel die Position korrigieren. Im Moment des Touchdown den rechten Knüppel nach vorne und Gas auf 0. Damit plumpst er auf das Fahrwerk und gut ist. Oder beim Touchdown Motor-Off drücken (Das ist entweder Stick Mode plus Photo gleichzeitig oder den linken Knüppel nach rechts unten und den rechten nach links unten, gleichzeitig)
  • Start im Flug-Modus 6G: Ich habe es nicht mehr geschafft (Am Anfang 1-2 Mal schon !?!?), im 6G Modus die Motoren zu starten. Also Motoren im V-Mode gestartet, Flieger auf Räder gestellt, auf 6G Mode umgeschaltet (bei ganz wenig Gas und festgehaltenem Flieger). Start ist IMHO aber schwieriger als im V-Mode, “so why bother”
  • Landung im Flug-Modus 6G. Ja, geht, aber man darf nicht zu langsam werden sonst plumpst er auf die Nase. Für Anfänger nicht zu empfehlen.

Fliegen

  • Coptermode → Fliegen: In mindestens 3m Höhe den Flugmodus Schalter auf 6G Mode legen. Der Flieger geht automatisch in den horizontalen Flug, hält von sich aus die Höhe, man kann mit dem rechten Knüppel fliegen. Gas kann ziemlich weit (1/2 oder sogar ¼ je nach Wind) zurückgenommen werden
  • Fliegen → Coptermode: Am besten wenn der Flieger kurz vor einem und von einem wegfliegt den Flugmodusschalter auf V-Mode legen. Wenn er nicht in die Vertikale geht hat er zuwenig Motorleistung, Gas geben.
  • Panik? Dann sofort in den V-Mode (Flugmodus Schalter nach vorne). Dann geht er in die Vertikal bei genügend Gas, also evtl. noch Gas geben. Dann kann man sich erst mal beruhigen.

Akku

  • Generell: An der Uhr oder Handy einen Timer stellen und am Anfang nicht länger als 3min fliegen. Sonst wird der Lipo leer geflogen. Noch besser mit einem Akkutester messen, wie lange man mit seinem Flugstil bis auf 30% Ladung fliegen kann (Coptermode braucht viel mehr als Flugmodus).

Testbericht/Info

Ersatzteile Spinner und Propeller

  • Gibt es trotz Chinaware. Z.B. bei http://www.wl-toys.com Habe mir Ersatzspinner und einige Propeller gekauft:
  • Sowohl Spinner wie auch Propeller gibt es links und rechts drehend. Von vorne ist der linke Motor links drehend (damit links drehende Propeller, Pfeil steht auf dem Propellerblatt) und der Spinner rechts drehend. Beim rechten Motor von vorne alles umgekehrt. Die Spinner regelmässig prüfen und mit einem sehr dünnen Schraubenzieher oder Inbus bei Bedarf Nachziehen. Nicht zu fest, sonst gehen die Gewinde kaputt aber auch nicht nur mit den Fingern.

E-flite X-VERT

Spielzeug könnte man sagen. Aber 130 CHF mit DXe Sender im Sonderangebot, das musste einfach sein:

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3 Modi (den dritten muss man extra freischalten, dafür muss man fliegen können 🙂 ): Coptermodus, Anfängerfliegermodus, Acromodus. Liegen auf einem 3-Pos Schalter. Jederzeit umschaltbar, macht einfach Spass: https://www.youtube.com/watch?v=wFXibbgNix8

Wichtig: Es darf nicht zu starken Wind haben. Waagerechter Windsack ist nicht das Wetter für eine Copterlandung… (die Kiste treibt im Coptermodus – also bei Start und Landung – unaufhaltsam weg…)

Die seitlichen Kufen kann man ganz einfach abmontieren, was für den Transport im Handgepäck sehr hilfreich ist. Die Propeller-Protektoren nicht. Ist man erfahren genug, kann man aber auch ohne diese fliegen… 😉

Von den 4 Markierungssets werde ich wohl keine nehmen sondern irgendwas Warbird-mässiges spritzen…

RC Factory Clik R2

Meine Cartoon P-51 hatte langsam mehr CA Kleber als EPP im Nasenbereich, zudem war sie eigentlich für eine normale Schweizer Dreifachhalle zu schnell bzw. wenn man sie langsam flog war das immer kurz vor dem Strömungsabriss… Also musste was Neues her. Da alle Kollegen eine Clik flogen, war der Entscheid schnell gefällt.2153_2_Clik_R2_SuperLITE_dark_blue__14689.1474240986

Tipps zum Bauen:

  • Das Ding ist wirklich leicht und dünn. So dünn, dass der dünne CA Kleber fast immer irgendwo zwischen Carbonstange und EPP auf die Bastelunterlage durchdrückt. Also nicht zuviel Kleber zugeben, die Nahtstelle auf etwas Haushaltspapier legen und vor dem Einsprühen mit dem Aktivator das Haushaltspapier wegziehen. Sonst klebt die Farbe und etwas EPP auf der BAstelunterlage…
  • Die Schlitze in den Flügeln für die Ruderhörner der Querruder und für die Carbonstangen sind nur durch eine hauchdünne EPP Schicht getrennt, die sich natürlich durch die Carbonstangen verzieht bzw. der Kleber schliesst den Schlitz für das Horn schon beim Einkleben der Carbonstange. Also bestes beides gleichzeitig einkleben
  • Hat man Schäden an der Farbe kann man dies sehr einfach mit einem angefeuchteten Buntstift (kein Filzstift!) retouchieren