DJI – Mavic 2 Pro

Nun habe ich auch eine. Zuerst nur die Drohne mit 2 Zusatz Akkus, gekauft, dann die Transportbox, dann das Dreifachladergerät und zum Schluss die tagesleuchtenden orangeroten Decals. So sieht sie nun aus:

Die Drohne gabs (vor einigen Monaten schon) bei Brack, zusammen mit den zwei Zusatzakkus und dem Smartcontroller (so muss ich nicht jedesmal mein Handy als Bildschirm missbrauchen…). Das Dreifachladegerät (lädt drei Akkus parallel, nicht nur seriell!) gabs bei Amazon, die Transportbox bei digitec und die Decals bei DecalGirl.

Nun habe ich also einen fliegenden Fhotoapparat. Und kann Dronies machen. Und mich verfolgen lassen. Und … Also viel zu lernen habe ich auf jeden Fall, denn auch der beste/teuerste Fotoapparat macht noch keinen guten Fotografen… 🙂

Neue CA Kleber braucht das Land

In einer Modellbauzeitschrift habe ich einen kurzen Bericht zu neuen CA Klebern gelesen: Stinken nicht, blühen nicht aus (vor allem wenn man Aktivator nutzt), werden nicht hart/spröde und erzeugen so auch keine Sollbruchstellen hiess es. Also mal ein Set MD Glue Extreme in den drei üblichen Viskositätsstufen bei R&G Faserverbundstoffe bestellt:

mde

Und was soll ich sagen: Stimmt alles. Ich bin begeistert! Und was noch dazukommt: Die Spitze ist echt gut geformt, nach Gebrauch gut abwischen, der Kleber im Kanal wurde vorher schon durch Entlasten der Hülle zurückgezogen. Bis jetzt waren die Kanülen, wie in einem anderen Beitrag beschrieben, nicht notwendig!

Inzwischen gibt es die Kleber auch bei diversen Online-Shops, in der Schweiz z.B. bei Elektroflug.

E-Flite UMX Ultrix

Einfach nur geil! Ok, keine druckreife Beschreibung, aber das Ding ist wirklich unglaublich. Ein irres Geschwindikeitsspektrum, ganz gemutlich in der Halle kurven incl. Hovern und dann wieder Fullspeed im Freien. Selbst bei ordentlichem Wind kein Problem, die Stabilisierung hält den Flieger genügend ruhig.

cof

Natürlich habe ich die optionale LED Beleuchtung mit gekauft (unter 10 CHF), ist schnell eingebaut: Die vordere Akkuklappe vom Rumpf trennen (Skalpell oder scharfes Bastelmesser), LEDs am Flügel in die vorgesehenen Ausparungen legen und Tesafilm drüber, am Heck mit etwas Uhu Por fixiert, vordere Akkuklappe wieder an drei Stellen mit Uhu Por fixiert, fertig. Cooles Feature: Wenn die Akkuspannung zu tief wird, leuchten alle LED rot 🙂

Akkus (1S 500mAh mit BEC Buchse) habe ich von Swaytronic genommen (kosten etwa die Hälfte von E-Flite). Einen schmalen Streifen Klettband auf den Akku, etwas grösser im Rumpf, damit hält er in der vordersten möglichen Position im Akkufach, perfekt für den Schwerpunkt.

Die Flugmodi mit den entsprechen Dual Rate Settings habe ich auf Schalter C gelegt, genügend nahe bei linken Daumen, falls man in Panik gerät (und auf den SAFE Mode schalten will, in dem sich der Flieger selber in eine waagerechte Fluglage bringt). Die Dual Rate Werte aus der Anleitung sind nicht schlecht, ich habe in der mittleren Schalterstellung (kein SAFE mehr und noch kein irres Acro) für Dual Rate/Expo dann aber doch das Setting 50/20 statt 70/30 genommen.

In der Halle montiere ich den beiliegenden Drahtbügel, damit sind ganz normale Bodenstarts und Landung sowie Manöverieren via Seitenruder möglich. Draussen starte ich von Hand und lande ganz gemütlich im Gras.

Ganz genial für den Transport in die Ferien ist die Tatsache, dass die beiden Seitenflossen nur in den Rumpf gesteckt werden. Dadurch immer wieder demontierbar und man kann die sehr flache Verpackung weiter nutzen.

Ein Video für Unerschrockene zeigt, was man mit der genialen Simulation des Seitenruders über die beiden Motoren alles machen kann.

Miniprop Mini Acro-Magnum

An der Messe “Faszination Modellbau” in Friedrichshafen 2019 habe ich die kleinste Magnum zum ersten Mal gesehen und wurde direkt schwach. Lag natürlich auch am gekonnten Vorführen indoor 🙂

Die Anleitung ist ganz gut (hätte nie geglaubt, dass die Verbindung Ruderhorn/Ruderstange mit Schrumpfschläuchen und einem Tropfen Sekundenkleber funktioniert), einzig die Ruderausschläge stehen nicht drin. 3-4 mm sind ein guter Startwert, aktuell habe ich

  • bei Querrudern: 5 mm (Das ging aber nur mit den zusätzlichen 3mmx140mm Karbonleisten in den Querrudern. Ohne die biegen sich die Queeruder durch, da die Ruderhörner an einem Ende der Ruder nahe der Scharniere liegen, siehe Fotos)
  • bei Seitenruder: 6 mm
  • bei Höhenruder: 4 mm

Ein paar Bilder zum Bau. Sie zeigen

  • Einbau der Höhen-, Seiten- und Querruder-(Servos) Das Querruderservo habe ich mit Carbonplätchen links und rechts stabilisiert, die Aussparung war etwas zu gross geraten und das Servo darf wirklich nicht schlabbern…
  • Die zusätzlichen Karbonleisten in den Querrudern (von unten eingebaut). Zusätzlich habe ich von unten die Scharniere leicht mit einem Skalpell “verjüngt”. Angesichts der zarten Uhu-Por-Scharniere bei Höhen- Seitenruder sollte das an den Querrudern kein Problem sein und es verringert den notwendigen Kraftaufwand für das Servo deutlich
  • Die Position der Ruderhörner (Länge bei Seite und Höhe 1.3mm, bei Quer 0.7mm)
  • Die Fassung für den Lipo, die ich einerseits mit Epoxidharz ausgekleidet (wegen Festigkeit) und andererseits mit einem Stück Klettband und den in D notwendigen Angaben zum Besitzer versehen habe.
  • Die beiden gekreuzten 0.9mm Kohlestäbchen für den Motorsturz und Seitenzug im eingebauten Zustand mit Motor
  • Aushöhlung für den Motor (die dort gezeigte Karbonstange ist noch die alte Version nur für Seitenzug, einfach ignorieren 😉 )

Den Regler habe ich ziemlich genau unter dem Lipo vertikal in der Mitte des Rumpfes eingebaut. Auf der linken Seite des Rumpfes den BEC Stecker für den Akku, auf der rechten Seite die Verbindung (mit Steckern) zum Motor, dessen Anschluss von unten durch den Rumpf hinauf geführt wird.

Als Empfänger nutze ich einen AR6335 von Spektrum. Etwas teuer, aber er war einfach schön klein mit kleinen Steckern. Vorsicht aber beim Umlöten der grossen auf die kleinen Stecker, die kleinen haben eine andere Belegung! Habe mir damit einen Regler und 2 Servos gekillt…

Zum Fliegen: Ok, aber kein Anfängerflieger. Er gleitet nicht gut und wenn er zu langsam wird, kippt er ab (in der Kurve über den Innenflügel, geradeaus einfach nach unten). Dann rettet ihn nur Vollgas. Generell ist er empfindlich auf fehlenden Wind vom Propeller (lässt sich dann nicht mehr (gut) steuern), zu langsam fliegen in der Halle endet in der Regel in der Wand, weil er dann nicht mehr rumkommt. Auch gelandet werden will er mit etwas Gas.

FMS Firefly

Einen Nachtflieger habe ich ja schon, besser einen Dämmerungsflieger. Denn die LEDs sind in der (Fast-)Dunkelheit zu hell und wenn man dann den Flieger beim Landen anschaut, sieht man nachher die Piste nicht mehr.

cof

Ein Night Radian sei eine Alternative, dachte ich zuerst, aber die hat zwar tolle Leuchteffekte, die Fluglage (rechte/linke Tragfläche, vorne/hinten) erkennt man damit aber nicht gut.

Dann kam die FMS Firefly. Ist die hässlich, war meine erste Reaktion, also den Gedanken wieder begraben. Mit der Zeit und dem kommenden Herbst/Winter gewann selbst diese Hässlichkeit aber wieder an Attraktivität und daher wurde sie doch bestellt. Und sie macht einen sehr guten Eindruck in der Dämmerung und im Dunkeln.

Trouble ahead versprach dieses Video (“drops out of the sky”). Yepp, stimmt, obwohl ich ja vorgewarnt war, hat es mich erwischt. Bei mir war das Fahrwerk nach dem Erstflug/-crash nicht ganz so weit ausgerissen wie im Video, aber eine ausgiebige CA-Kleber Reparatur war doch notwendig geworden.

Mit ein Grund des Übels war wohl der von mir eingestellte Schwerpunkt von 10cm (Anleitung 9.5cm – 10.5cm). Mit ganz nach vorne geschobenem Akku (vgl. dieses Review) und 20g Blei kam ich auf 9.5cm und damit landet das Dinge deutlich besser. Aber trotzdem: Nicht reinsegeln lassen, Motor nach dem Herunterstechen wieder an, Schleppgas ist Pflicht!

Aber es gab noch andere Probleme:

  1. Die Schrauben für das Fahrwerk sind knapp bis zu kurz (bei mir 2 mal knapp, 1 mal zu kurz). Also andere, deutlich längere genommen
  2. Das Ding ist empfindlich auf Höhenruder. Also nur 8mm statt 9mm Ausschlag eingestellt und 40% Expo
  3. Die Angaben für die Querruder stimmen überhaupt nicht (8mm). Nicht ein bisschen nicht, sondern gar nicht. Mit den Defaults habe ich die Kiste kaum in die Kurven und runter bekommen. 35mm wie im 2. Review (s.o.) und 30% Expo sind gut.
  4. Die Auschläge für Seiten- und Höhenruder habe ich wegen der High Rate Settings (ok, braucht man am Anfang ja nicht) nur hinbekommen, indem ich die Rudergestänge in das äusserste Loch der Ruderhörner gehängt habe. Ganz wichtig: Die Ruder sind ja abgerundet. Also an der am weitesten vom Scharnier entfernten Stelle (beim Höhenruder etwa in der Mitte, beim Seitenruder ziemlich weit unten) messen, sonst stellt man zu grosse Ausschläge ein!
  5. Ich habe alle meine Akkus mit Klettband versehen. Der flauschige Teil am Akku, die Widerhaken im Flieger. So auch hier, das Band hat im Flieger noch dazu gedient, das Kabel vom Motor zum ESC und ein LED Kapel zu fixieren.
  6. Die Platine für die LED Elektronik, flog bei mir einfach so im Rumpf rum, mit doppelseitigem Band angeklebt. Genauso zwei XH Stecker.
  7. Platz für den Empfänger zuerst nicht wirklich gefunden, am Schluss hinter die Platine mit Steckern nach hinten zeigend und hängend eingebaut. Brauchte daher aber kurze Verlängerungskabel (wegen der Länge und weil man bei eingebautem Empfänger faktisch keine Servokabel einstecken kann.
  8. Gut: Die vordere LED Reihe im rechten Flügel ist grün wie die Flügelspitze (wohl eine Änderung von FMS in der laufenden Produktion, vgl. 1. Review), schlecht: Via Sender (Default ist Kanal 5 Gear, aber auch andere versucht) schalten die LED Modi bei mir nicht. Alles versucht. Aber egal, ich will eh konstantes Flügellicht und langsam blinkende Flügelspitzen (und das ist der Default)
  9. Den XH Stecker für die LEDs und die Verlängerung des Bind Steckers habe ich in den Akkuschacht geführt (siehe Fotos)

Zum Schluss zusammengefasst meine Dual Rate und Expo Settings (Spektrum DX9) mit den daraus resultierenden Ruderauschlägen

  • Low Rate
    • Aileron, 90% Dual Rate, 30% Expo, 35mm
    • Elevator, 40% Dual Rate, 40% Expo, 8mm
    • Rudder, 90% Dual rate, 30% Expo, 18mm
  • High Rate
    • Aileron, 110% Dual Rate, 30% Expo, 45mm
    • Elevator, 60% Dual Rate, 40% Expo, 12mm
    • Rudder, 100% Dual rate, 30% Expo, 24mm

Horizon/Staufenbiel Cheetah R

Lag schon fast 2 Jahre im Schrank (Set inclusive Elektronik), damals als Ersatz für die gecrashte und nicht mehr verfügbare Red Cougar gekauft. Ein Hotliner mit guten Gleiteigenschaften, manche sagen ein “Lauwarmliner”. Für mich aber definitiv schnell genug…

cheetah_r

Tipps:

  • Die Servoarme kommen nach dem ersten Anhängen an den Empfänger und die Stromversorgung schon raus, war alles paletti. Und ich hatte schon Panik weil ich dachte, ich müsste die Dinger mit Spezialwerkzeug umhängen…
  • Habe die Querruderservos so eingehängt wie im Manual gezeigt. Damit schafft man die 20mm Ausschlag fürs Bremsen aber nicht, bei mir waren es 17mm. Genügt aber vollaus. Die 2mm Tiefe beim Bremsen habe ich auf 1mm reduziert.
  • Querruderdifferenzierung bei meiner DX9 via Differential Menü, die Bremseinstellung via Camber Preset (die Ausschläge) und via F-Mode Setup (bei mir Switch A) bzw. Spoken F-Mode (Ich wollte Braking statt Landing).
  • Achtung: Der ESC hatte Motorbremse per Default AUS. Für einen Segler oder Hotliner ohne Fahrwerk ganz übel. Einfach zu testen indem man den Motor ausschaltet: Wenn er nicht sofort steht sondern ausläuft, ist die Motorbremse nicht AN (wie sie sein sollte). Also umprogrammieren.
  • Der Schwerpunkt ist bei mir bei 57mm. Ist ok, im Manual steht 55mm. Aber: Ich musste ordentlich tricksen, den ESC unter das Lipobrettchen quetschen und nicht hinten unter die Flügel, wo es schön Platz hat. Trotzdem noch 60g Blei dazu, u.a. weil meine Akkus nicht mehr 190g waren sondern 160g schwer sind… Der vordere (sinnfreie) Teil des Lipobretchens musste auch noch dran glauben.
  • Getrimmt etwas Querruder und 2 Klicks Höhe. Dann war alles gut.
  • Das Ding ist schnell und hat ein relativ dünnes Profil. Also im Endanflug nicht zu langsam und nicht zu steil in die Kurven, sonst schmiert es über die Flügel ab. Und die Bremse ist wichtig wenn man keinen Gegenwind beim Landen hat.

Birdy

Aus einem Nachlass habe ich einen Habicht Nachbau/Imitation gebraucht erstanden. Sieht ganz lustig aus, V-Leitwerk und keine Querrruder. Nach Aussage eines Kenners sehr quirlig um die Querachse….

dav

Nachdem ich einen Empfänger eingebaut und den Akkustecker umgelötet hatte, ging es an den Erstflug. Zum Glück hatte ich einen Kollegen dabei, der ihn mir geworfen hat: Mit der eingezeichneten Position des Akkus (aber nur einer ungefähren Ahnung, wie die Akkus geformt waren…) und der neutralen Stellung (geraden) Stellung der beiden V-Rudder zog es den Flieger massiv nach unten. Aber einen so kurzen Flieger mit zu weit hinter liegendem Schwerpunkt wollte ich nicht riskieren, damit hatte ich schon mal fast meine Horten Imitation (Wing 60) geschrottet.  Akku nach hinten war also keine Option.

Aber da habe ich mich an die Hacker Kometh Me-163 erinnert, ein Nurflügler, dessen Querruder zum Geradeausflug deutlich nach oben stehen mussten (steht auch so in der Anleitung!). Also hier je 60 Klicks nach oben in der Servo-Trimmung (Servo Setup Sub-Trim) eingestellt (Spektrum DX9) und siehe da, er fliegt wunderbar. Man muss sich schon noch konzentrieren (wegen der Farbe und weil er ja quirlig um die Querachse ist), auf kleine Böen von der Seite reagiert er deutlich, fängt sich aber schon fast selbstständig wieder (die hochgestellten Flügelspitzen machen es wohl).

Ein ähnliches Modell gibt es inzwischen bei Pichler von Hacker, auch als Ara. Beide aber mit Querruder und laut Hersteller einfach zu fliegeln/segeln.

birdy

Dream-Flight Alula Trek

So wandelt man sich. Am Anfang meiner Fliegerkarriere gab es für mich nur Warbirds, dann “zumindest einen Motor muss der Flieger haben” und nun das: Nicht mal einen Motor. Aber das Versprechen “Go anywhere” war halt schon verlockend und an einem Hang, einer Sanddüne oder bei Thermik fräsen fand ich interessant.

alula-TREK Go anywhere RC glider

Also den Alula Trek mit dem Akku/Servo-Set bei Leomotion für 125.- CHF plus 75.- CHF gekauft. Gibt es auch bei Scamora und anderen Shops. Als Empfänger habe ich den Spektrum AR410 verwendet, da mein favorisierter R410X seit Monaten bei Hobbyking nicht mehr lieferbar ist…

Das erste Problem war, dass das Battery Pack 1-2mm zu hoch war. Also den Innenteil des Rumpfes, dort wo die Battery zu liegen kommt, mit einem kleinen selbstgebauten Schleifklotz etwas abgetragen.

Das nächste Problem, war (wieder?) der 300mAh/4.8V NiMH Akku. Zum Glück können alle meine Ladegeräte NiMH laden, auch ein passendes Kabel habe ich nocht gefunden, aber es dauerte, bis ich wusste, was ich vom Akku in geladenem Zustand erwarten darf (fast 6V, da vier 1.2V Zellen, die bis zu 1.5V geladen liefern) und mit wieviel Strom ich laden darf (man findet da 0.1C/30mA (geht bei meinen Ladegeräten für so kleine Akkus nicht) bis expizit 100mA bis 250mA für diesen Akku.

Expo und Ruderauschläge wie in der Anleitung, der Schwerpunkt passte perfekt. Nachdem ich (fast) das ganze Teil noch bemalt hatte (mit nicht gut auf EPO haftender Farbe, grrrr, daher nochmals mit Parketlack drüber…): Neongelb die Flügeloberseite, Schwarz die Unterseite, Neonrot das Seitenleitwerk. musste ich aber noch 15g Blei in die Nase tun (3x5g passten ganz gut seitlich und vor den Akku). Aber nun fliegt das Teil einfach genial. Und man sieht die Fluglage super 🙂

Kabelfrei üben

Die meisten “grossen” Flugsimulatoren haben ja ein USB Dongle, welches Kopierschutz und Anschluss des Senders vereint. Nun, zum einen ist der Kabelsalat nicht so toll, zum anderen haben einige neue Sender wie der Spektrum DX6e keine Kabelbuchse mehr.

DSMX / DSM2 Protokoll USB-Dongle

Es gibt aber Abhilfe in Form von USB Dongles, die einen Empfänger simulieren oder eine Buchse für einen Empfänger bereitstellen, einige können sogar den Kopierschutz-Dongle aufnehmen. Der Dongle von Hobbyking ist ein einfacher Vertreter dieser Gattung (Spektrum DSM2/DSMX kompatibel und kein Anschluss für einen Kopierschutz-Dongle) , funktioniert z.B. aber mit dem Heli-X prima, da der Kopierschutz dort über einen SW-Key geht und nicht ein USB Dongle.

Leider ist der Dongle aktuell im Backorder, Hobbyking redet von Juni 2019, hoffen wir, dass es schneller geht.

Eine Alternative, die ich aber nicht getestet habe, wäre der (fast viermal teurere) Dongle SPMWS1000 von Spektrum:

E-flite UMX MiG-15

Ich hatte sie schon mal (damals ganz in rot), war aber recht glücklos und unerfahren mit Jets, Handstart, AS3X usw.  und daher war der Erstflug auch der Einzigflug. Zum Glück hat Horizon E-flite das Ding wieder aufgelegt.

  • Nicht nur mit AS3X sondern auch mit SAFE Select. SAFE Select hat ja zwei Funktionen: Übersteuern verhindern (IMHO Blödsinn, damit lernt man falsch fliegen) und (ohne Steuereingabe) die Flieger in Normalfluglage bringen (Ich nenne das den Panikswitch). Letzteres ist wirklich hilfreich.
  • Ich kann mich nicht mehr an die alte MiG erinnern, aber die aktuelle hat ein gesteuertes Bugrad.
  • Auf der Negativseite: Weder Lipo-Lader (mir egal) noch Lipo (mir nicht egal) sind included. Also separat kaufen.

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Wichtiges und Tipps:

  • Das Material ist nicht EPO oder EPP sondern Styro. Zumindest der Rumpf. D.h. der normale CA Sekundenkleber frisst/schmilzt das Material. Zu spät beim Kleben der hinteren Rumpfhälften am Auslass und beim Einkleben der MGs bemerkt… Moltofill Feinspachtel, Farbe und Parkettlack drüber repariert gut.
  • Die Farben: Mr. Hobby H86 (Red Madder) und Tamiya X-11 (Chrome) passen gut,das rot vielleicht ein Hauch zu dunkel, mit einem Hauch (nur ein Hauch) weiss abtönen wenn es stört
  • Bei mir war SAFE Select nicht aktiviert (lag also nicht auf Schalter A). Also aktivieren wie im Handbuch beschrieben. Wichtig, dabei die Hinweise “Throttle Cut am Sender deaktivieren” und “Servo Travel auf 100%” nicht ignorieren, sonst geht es nicht (richtig)…
  • Die Kiste hat mehr Power als die ursprüngliche Version, aber ist trotzdem nicht übermotorisiert. Start mit Rädern dauert schon ein paar Meter (ist aber gut steuerbar!), einmal in der Luft sollte man auch nicht direkt steil hoch. Bei einem Landeabbruch ruhig etwas Zeit geben, um Fahrt aufzunehmen. Aber das ist ok und realistischer als was man sonst von Luftschraublern her kennt…
  • Es ist kein Slowflyer-Hochdecker mit unendlich Flügelfläche. Also auf schnellen Landeanflug vorbereit sein. Beim ersten Flug in grösser Höhe erfühlen, wie sich die Kiste beim Lagsamflug verhält… Besonders wenn man es mit Fahrwerk versuchen will.