Dynam Catalina

Über 5 Jahr lag das Ding im Schrank, nun musste es wegen des Davoser Wasserflugtreffens innerhalb eines Tages aufgebaut und Test geflogen werden.

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Eigentlich kein Problem, nur 4 Kanäle, aber…

  • Die Öffnung der Steckverbindung für das rechte Höhenruder muss mit einen ganz kleinen Bohrer oder Messer etwas erweitert werden, sonst passt das nicht.
  • Die beiden Muttern an der linken Motorwelle sind zu weit vorne und man kann die hintere nicht drehen, dadurch greift der Spinner nicht. Habe die Unterlegscheiben dazwischen entfernt und die Spinner getauscht, danach hielt auch der Linke…
    [Update] Anlässlich des Ersatzes der Motorenattrappe lagen Aussenläufer und Welle frei. Gelegenheit genutzt, die Muttern überall gleich zu platzieren, die Unterlegscheiben überall entfernt und die Muttern mit Loctite fixiert.

Habe mir noch einen Stabi-Empfänger gegönnt, einen AR636 mit den gleichen Settings wie bei der gelben Trojan.

Akku Position und Schwerpunkt bei 60cm ist einfach, den Akku bei der vordersten Querrippe aus Styro Positionen fixieren, so war nicht mal Trimmen notwendig.

Beim Start und Landung immer etwas Höhe ziehen, dann tauchen die Schwimmer vorne nicht ein (wohl aber das Ruder an Heck), sie bleibt stabil (dreht sich nicht im Kreis) und die Propeller saugen nicht soviel Wasser an. Vorsicht beim Flug in den Kurven, macht man die zu steil & zu langsam (weniger als Halbgas) dann geht sie je nach Wind senkrecht runter…

Starten/Landen geht auch von einer Wiese (je weicher das Gras, desto besser). Eventuell braucht es einen Helfer zum Anschubsen, hat bei mir gut geklappt.

Habe mir noch das Tuning Kit von parkflyerplastics.com gekauft, der originale Pilot ein Witz ist (viel zu gross) und es hat mir eine Motorattrappe beim senkrechten Sturz ins Wasser zerlegt hat (aber sonst nichts!).

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Lieferung war super schnell, sehr schöne tiefgezogene Plastikteile, die neue Motorenattrappe habe ich nur mit zwei Tropfen Belli Zell fixiert, sodass ich sie wieder entfernen kann (hielte vermutlich auch ohne) . Der Shop hat auch diverse andere Addons und Umbausätze für verschiedene Hersteller/Modelle.

Flugbilder gibt es wunderschöne hier

Multiplex Easyglider 4

Seit etwas mehr als 2 Jahren fliege ich den Easyglider als Fluglehrer, habe aber keinen eigenen. Als ich den Parkzone Radian meines Sohnes geschrottet habe, ergab sich die Gelegenheit 😉 Der Easyglider ist ein einfacher Einsteigersegler mit 1.8m Spannweite, keine Klappen.

Zum Zusammenbau gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, die Anleitung ist sehr gut. Einzig die Aussage darin, dass man den Empfänger weit nach hinten in den Rumpf schieben soll, kann ich so nicht bestätigen. Gerade die guten Empfänger (bei mir ein AR6600T) sind zu gross und versperren dann dem Akku den Platz. Also den Empfänger an die Rumpfwand montiert und eine “Rampe” aus Klebeband für den Akku gebaut.

Links hinten sieht man das Variometer, rechts ist die Antenne angeklebt.

Zum Empfänger hatte ich mir wie gesagt noch das Variometer A9589 gekauft. Anfänglich sagte die Telemetrie nur ‘No data’ und ich hatte alles versucht von neu Binden bis alle möglichen Config Einstellungen. Am Schluss aus Verzweiflung das Firmware Update 1.20 eingespielt und schwupp ging alles! Grrr… Konsequenz ist, dass ich auch die Empfänger aktualisiere sobald die Spektrum Programmer Software das unterstützt, also wie das bei den AR636 der Fall ist. Eigentlich wollte ich das Vario und die Höhenansage alle 30s auf einen Schalter legen (Also Pos 0 = Nix, Pos 1 = Vario Beep, Pos 2 = Vario Beep und Höhenansage alle 30s). Geht aber nur mit Murks und halb, d.h. Höhenansage nur 1 mal, über Sound Events. Geholfen hat mir  dieser Post. Als Hilfe meine Config Screens.

Wenn man zum Transport Höhen- und Seitenruder abnehmen will, nicht die Schrauben an dem Ruderhörnern lösen sondern die Hörner leicht spreizen und die Gestänge aushängen.

Ach übrigends, streng genommen ist das mein zweiter Easyglider. Den ersten habe ich (unerreichbar) versenkt (war schön peinlich das dem Landbesitzer zu melden):

UMX Timber

Nein, ich brauche eigentlich nicht noch mehr Flieger. Aber ein Slow-Flyer zum langsame Rollen üben eben schon (man macht sich die Argumente halt…). Und da kam der UMX Timber gerade recht. Mit Schwimmer natürlich (nicht erschrecken, die sind silber!).

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Was muss man beachten? Vorgehen wie in der Anleitung, was fehlt:

  • Klappen einrichten (Menüpunkt Flap System auf meiner DX9) auf Schalter B, Werte für Klappen sind 100, 0 und -100%. Ausfahrzeit 3s. Tiefenruder 50%, 25% und 0% dazu. Je nach Geschwindigkeit ist das aber zu tief oder zu wenig, für mich stimmt das, weil so der Flieger so beim Landeanflug leicht sinkt.
  • Auf Schalter A (Fahrwerk) ist der Safe bzw. ASX Modus. Safe will man ja meistens nicht (Hatte mal eine böse Überraschung beim Start, als der Flieger immer waagerecht wollte und in den Kurven, als er immer sofort aus der Querlage raus ging), aber welche Stellung ist nun was? (Die Anleitung widerspricht sich hier…). Ganz einfach: Wenn man den Flieger kippt und Ruder bleiben ausgelenkt, dann ist es der SAFE Mode. Im reinen AS3X Mode schlagen sie nur kurz aus. Bei mir ist daher Position 1 der eine ASX Modus.
  • Die Schwimmer habe ich wie angegeben zusammen gesteckt und geschraubt. Da ich den Schrauben alleine nicht traute, mit insgesamt 8 Tropfen Modellbau-Kleber etwas Sicherheit hinzu gefügt

Dämmerungsflug ist mit den Leuchten übrigens sehr schön!

E-Flite P-47 Thunderbolt

Meine UMX Spitfire von Parkzone als Ferienflieger wurde mir doch etwas zu schwachbrüstig. Loopings waren nur mit Anlauf zu fliegen und das kleinste bisschen Wind brachte den Motor mit dem 1S Akku ziemlich an die Grenze. Also was Neues gesucht und gefunden: Eine P-47 (die Razorback Variante) von E-Flite. Etwas grösser als die Spit, aber daher auch einen 2S Akku. Und das hat sich gelohnt!

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Zum Aufbau ist nicht viel zu sagen, ist ja ein BNF Modell. Das Einzige was ich von Anfang an korrigiert habe ist die Nullstellung des Höhenruders. Das zeigte im Lieferzustand nach oben. Vorsicht mit dem Finger die Schlaufe des Gestänges zusammengedrückt bis es mit dem Höhenleitwerk gerade ausgerichtet ist, löst das Problem.

Anfänglich mit den empfohlenen 70% Dualrate geflogen. Die Rollen sind damit aber zu langsam (aber wahrscheinlich scale… 😉 ) und der Rückenflug sehr schwierig. Also auf 100% gewechselt und nun ist gut. Die 30% Expo sind aber zu empfehlen.

Generell ein sehr schön und stabil fliegendes Modell mit genügend Kraft.

Parkzone Radian

Eigentlich als Trainer für meinen Sohn gedacht (ist nur ein 3-Kanal Modell), habe ich im Rahmen des Einfliegens gemerkt, dass man damit ganz gut und entspannt Thermik Fliegen kann.

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Nicht so gut ist die Platzierung des Empfängers. War bei mir so, dass die Bodenabdeckung sich beim Verschliessen wölbte. Also den Empfänger an die Seitenwand umplatziert. Dann schliesst die Bodenklappe wieder sauber.

Was auch nicht gut ist, ist der Schwerpunkt gemäss Herstellerangabe: Bei dem genannten COG von 2.5″ (ergibt sich mit einem 2200mAh Akku zentriert auf Akku Klettband)  ist der Flieger sehr kopflastig und muss massiv mit Höhenruder für den Geradeausflug getrimmt werden. 30g Blei unter dieHeckkufe und Vorderkante des Akkus auf dem Klettband ergeben 3.5″ COG und lösen zusammen mit -20 Klicks Höhenruder Trimmen das Problem. Ich habe auch versucht noch mehr Blei ins Heck tun (sodass man kein Höhenrudertrimmen mehr braucht), aber damit wurde die Radian sehr bockig (Aufbäumen) bei der Landung, habe das dann wieder rückgängig gemacht.

Ein weiteres Problem sind die Ruderanlenkungen. Ins äusserste Loch eingehängt (gemäss Anleitung!) reissen sie aufgrund der starken Biegung nach kurzer Zeit die letzten Klammern der Bowdenzüge aus dem Styro. Muss man zumindest nachkleben (5min Epoxy), am besten auch die Bowdenzüge zwischen vorletzer und letzter Klammer. Aber ist nur Symptombekämpfung, keine Lösung.

Ich habe es schlussendlich ganz anders gemacht, die Idee kam zum Teil aus diesem Tuning Video. Die “Sockel” der letzten Bowdenzüge habe ich zusammen mit den Klammern ganz entfernt. Die vorletzten Bowdenzüge habe ich ca. 5cm in Richtung Nase verschoben. So stehen die Bowdenzüge nicht mehr unter Spannung. Damit das Heck nun nicht völlig schlabbert, habe auf jeder Seite, 2cm vom unteren Rumpfrand entfernt, je ein 0.3cmx22cm langes Carbonprofil in den Rumpf eingebracht (Schnitt mit Skalpell, dann Profile eingesteckt (also nicht einfach draufgeklebt!)). Das Einbringen zuerst trocken üben, dann eine Kante mit 5min Epoxy bestreichen, in den Spalt drücken. von oben nochmal Epoxy draufgeben und den überquellenden Rest mit einem Hölzchen wieder abkratzen. Dann nach Trockung noch etwas Moltofill Modellierspachtel drauf, verschliffen und 3 mal mit Parkettlack gefestigt. Braucht so nicht mal eine weitere Lackierung.

Nun bin ich wieder halbwegs zufrieden mit dem Teil. Aber ehrlich, ein dermassen falscher Schwerpunkt und die schlampige Ruderanlenkung zusammen mit dem schlabbrigen Heck: Das dürfte nicht sein!

Parkzone Mini Vapor

“Geht es noch kleiner?” fragte ich mich, als ich mich so langsam an meine Night Vapor gewöhnt hatte. Es geht! Aus purem Zufall habe ich die Mini Vapor entdeckt und noch eine in einem Internet Shop gefunden. Knapp 9g incl. Akku (also die Hälfte der Night Vapor) und etwas mehr als die Hälfte der Spannweite.

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Gekauft und auf der “Startbahn” (Couchtisch) sieht das Teil dann so aus:

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Ist in einem kleinen Wohnzimmer aber definitiv kein Anfängerflieger, auch wenn er erstaunlich viel bei Crashes und Abstürzen (gegen die Coach, am Vorhang entlang etc.) aushält. Für mich aber eine coole Möglichkeit für etwas mehr Stick Time und schon spannend wenn man zwischen den Esstischlampendrähten durchfliegt…

Indoor Flying School

Die Night Vapor hat mich so fasziniert, dass ich an einem Firmenanlass einen grossen Konferenzsaal reserviert habe,  um den Kollegen die Fasziantion des (Indoor-)Modellfliegens im Rahmen einer sogenannten Night School (22:00-23:30) beizubringen. So sah der Saal aus, natürlich hatten wir den ohne Stühle… 🙂

Als Vorbereitung habe ich eine Präsentation erstellt, damit die Leute nicht bei Null anfangen müssen. Sie erklärt das Fliegen, dass Modellfliegen, den genutzten Flieger (Parkzone Night Vapor) sowie die Trainingsumgebung mit den Übungen. Die Präsentation ist in Englisch, da einige Kollegen nur Englisch sprechen. Vielleicht kann jemand sie auch gebrauchen, daher hier der Link (da hat es auch ein paar Fotos vom Event). Wäre aber dankbar, wenn man die Verwendung mir mitteilt und Changes/Verbesserungen ebenso.

Bei der Durchführung habe ich gemerkt, dass die Präso gut ist als Vorbereitung, aber viel zu lang für einen Fliegerabend. Viel besser ist es, die Leute sich vorbereiten zu lassen und dann parallel zum ‘echten’ Fliegen einen Simulator bereit zu stellen, der mit einem geeigneten Flieger bestückt ist. Phoenix RC mit dem Parkzone Radian (auch ein 3 Kanal-Modell) hat sich gut bewährt. und da es ein Konferenzsaal mit Deckenbeamer und grosser Leinwand war, war es auch sehr realisitisch bzw. man kam gut aneinander vorbei.

Mit zwei Leuten (einer als Fluglehrer mit der Night Vapor/Spektrum DX9/wireless connected DX6i und einer am Simulator) konnten wir so gut 15 Interessierte beschäftigen ohne dass es langweilig wurde. Jeder kam während der 1.5h zu ein bis drei Flügen zu 4 Minuten in Lehrer-Schüler Kombination und einigen Simulatorrunden (da hat der Instruktor nur erklärt, aber hat natürlich nicht im Notfall übernommen). Ach ja, die Wireless Verbindung zur DX9 ist einfach nur scharf: Kein Stolperdraht, kein Trimmen der Schülerfunke und selektives Freigeben der Channels (z.B. nur Seitenruder)!